Gerade durch Zufall gefunden: Der Olympia Medaillenspiegel als Onebox auf der Suchergebnisseite für “Olympia”, “Olympia Vancouver” aber auch für “Vancouver”:

Und das ist noch lange nicht alles: Wer nach “Schlitten” sucht, erhält die Startzeiten der “Skeleton”-Wetteberbe mit passendem Logo…
Alles natürlich hübsch sauber verlinkt mit der seite vancouver2010.com, und von dort möglicherweise sogar “handpicked”, also von Hand verdrahtet.
Für Publisher ist das ein guter Grund, nervös zu werden. Als vor einigen Monaten der damals vermeintliche Google-Killer Wolfram Alpha sein Konzept vorstellte, nicht auf Inhalte zu verlinken sondern gleich zu liefern, war das noch mäßig neu – und in seinem Fall auch nicht besonders erfolgreich.
Doch Google fand wohl, dass das eine gute Idee sei und arbeitet in den vergangenen Monaten immer mehr in diese Richtung. Ich habe ja schon mehrfach dazu etwas geschrieben. Da ich diese Bewegung von Google aber für wirklich extrem wichtig halte, tue ich das immer wieder
Die Seite vancouver2010.com wird diese Olympia-Inhalte sicherlich sehr gerne liefern – und wir alle sind ein wenig neidisch auf den Traffic, den man damit einfangen könnte.
Doch irgendwann fehlt diese Onebox wieder – und bei vancouver2010.com damit auch eine Menge Traffic. Das wird diesen Seitenbetreiber wenig interessieren, aber ich denke, bei Qype kann man erzählen, wie weh das tun kann, wenn die Google-Liebe nach lässt… Und auch auf den Plätzen dahinter sorgt so eine Box für schlechte Laune. Da stehen nämlich Bild.de, welt.de und sueddeutsche.de mit aufwändigen Thmenseiten, rutschen aus dem sichtbaren Bereich und fühlen sich irgendwie kalt gestellt.
Nun, ich denke nicht, dass Publisher deshalb noch mehr auf Google schimpfen sollten. Intelligenter wäre es, kreativ darauf zu reagieren. Eben solche Oneboxen zeigen, dass Publisher (egal, ob Verlag, offizielle Seite oder sonst ein Content-Produzent) weiterhin etwas haben, was Google nicht hat und was Google sehr gern hat: Inhalte.
Geht sorgfältig damit um!
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