SEO-Woche: overoptimizter, unrelevanter und mieser Linkaufbau-Content

Und, wie war das Wochenende? Hat euch was gefehlt? Richtig: Es gab am Freitag keine SEO-Woche. Denn ich war im Urlaub und hab mir am Freitag lieber Amsterdam angesehen statt über SEO zu philosophieren.

Doch nachdem Google ja ohnehin der Meinung ist, dass wir hier overoptimizten, unrelevanten und miesen Linkaufbau-Content produzieren, ist’s vermutlich eh egal, wann ich das hier veröffentliche. Liest ja eh keiner… (dazu ganz unten mehr)

  • Martin Mißfeld geht es mit der Sichtbarkeit in den vergangenen Wochen ähnlich wie uns. Aber der fährt nicht gleich in den Urlaub wie ich sondern forscht bei umfangreichen Bilder-Experimenten nach der Reihenfolge und Indexierung von Google Images. Mal wieder ein Must-Read.
  • Ähnlich die Strategie von Sebastian Socha, den es vom Panda-Penguin ähnlich zerrissen hat wie uns: Er produziert weiter Content. Und zwar in der vergangenen Woche mit dem Local SEO Masterplan. Auch ein Must-Read – für alle Local Sites.
  • Auch Sebastians Posting mit dem Titel alliterarischen Titel „Penguin Update, Penalties & plaue Priefe“ auf kennstueinen ist wohl eine wichtige Lektüre für alle Petroffenen. (Für die älteren Cineasten unter euch: Warum erinnert mich das gerade an einen Römer mit dem Namen „Schwanzus Longus“? Na???)
  • Die SEO-Trainees, die laut Google ordentlichen Content machen, erklären, wie man ein Google Places-Profil erstellt und optimiert.
  • Tja, und Modesto Siotos schreib auf SEOmoz wie man die Link-Warnungen von Google und Über-Optimizsation überlebt. Mmmmh. Wenn ich also exzessiv Links aufgebaut hätte oder unnatürlich Anchor-Texte in die Welt gesetzt hätte, wüsste ich jetzt wie damit umgehen. Aber wie soll man Links abbauen, die man nie aufgebaut hat?
  • Vielleicht weiß Dr. Pete Bescheid. Der hat unter der fast-alliterierenden Headline „Penguins, Pandas and Panic at the Zoo“ auf SEOmoz den aktuellen Stand der Algo-Parade dargelegt und gibt unter anderem dem Rat „Don’t De-optimize without a Plan“. O.k., daran halte ich mich.
  • Vielleicht ist ja auch alles ganz einfach: Laut SEO United (bzw. der Quelle MicrositesMasters) lässt sich der Pinguin in einer einfachen Zahl zusammen fassen: 65 %. Offenbar wurden nur Seiten abgestraft, deren Anteil an Keyword-Links höher als 65 Prozent war.
  • Ach, und dann ist da noch Tillmann Grupp, der auf dem Namics-Blog über ganzheitliche, KPI-orientierte Optimierung schreibt. Uff. Das zu lesen habe ich mich im Urlaub nicht getraut. Aber sieht sehr spannend aus.
  • Endlich: Das Internet wird langsamer. Und zwar um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr, schreibt Heise. Wurde auch Zeit, mir ist das irgendwie zu hektisch hier.
  • Wenn wir grad im Off-Topic-Bereich sind: Bei imgriff.com habe ich ein paar nette Tipps gelesen, wie man Barrieren der Zusammenarbeit überwindet.
  • Gehört habe ich gestern beim joggen den den OM-Report mit den zwei Alpha-Tierchen André Alpar und Mario Fischer. Und nicht nur, weil uns‘ Professor völlig kalauerfrei daher kommt, ist die Episode ein informatitves Hörerlebnis.
  • Noch anhören werde ich mir das Interview von Fabian Rossbacher und Malte Landwehr zum SEOday.
  • Im Webmaster Central Blog wurden Coding Guidelines für HTML und CSS vorgestellt. Sollte man sich wohl auch mal durchgucken. Äh, Christoph, könntest du mal drüber schauen?
  • Ausgerechnet zum Zeitpunkt der Updates haben wir ja auch unsere Webseite umgezogen – und auch die Kategorien umgenannt. Und zwar so, wie das die Google Webmaster Zentrale jetzt auch vorschlägt. Allerdings haben wir noch nicht alle Link-Geber gebeten, ihre Links anzupassen. Dafür müssen wir dann wohl noch ein paar Leute einstellen…
  • Am Ende noch Matt Cutts, der in einem Video klärt, was eigentlich die Google Rater so machen. Laut Cutts sammeln die nach Algo-Änderungen Informationen über die Qualität der verbliebenen Webseiten. Mmmmh. Da wünscht man sich mal einen Rater auf das SEO-Book…

So, und jetzt? Mal sehen, ob uns Google wieder aus dem Penguin-Panda-Zoo lässt. Denn um ganz ehrlich zu sein: Ich bin von dieser Kurve ziemlich angenervt:

Und meine Botschaft an alle die behaupten, dass sich so was gar nicht auf den Traffic auswirkt: Natürlich tut es das. Wir haben jeweils etwa zu einem Drittel Besucher von Google, von anderen Seiten und Direktzugriffe. Natürlich hat sich mein Urlaub in der vergangenen Woche etwa ebenso stark ausgewirkt wie der Panda, aber es ist ja auch klar, dass die Besucher von Google genau dann schmerzhaft fehlen, wenn man mal nicht täglich einen neuen Beitrag hat:

Ach, übrigens an alle, die wie ich denken, dass sie vom Panda und nicht vom Penguin erwischt wurden: Schaut mal auf die durchschnittliche Verweildauer und Bouncerate der Besucher aus den SERPs vor und nach dem Update. Die Werte haben sich ein klein wenig „verbessert“, also die Verweildauer ist jetzt länger und die Bouncerate niedriger. Aber nur ein klein wenig. Erstaunlich: Es wurden auch Suchanfragen mit durchschnittlich acht (!) Minuten Verweildauer aus den SERPS gehauen. Und das wundert mich schon.

Auch irritierend: Die Zahl der neuen Besucher über die SERPS. Die sind nun auf SEO-Book signifikant niedriger also vorher. DAS gibt mir dann wirklich zu denken. Gibt es neben Bouncerate und Verweildauer einen Treue-Bonus für Inhalte? Ist es für Google relevant, ob User eine Seite bei unterschiedlichen Keywords explizit ansteuern? Das wäre ein durchaus algorithmisch erfassbarer Treue-Faktor der Sinn ergeben würde. Oder?

Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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