Zwischenruf: Kostenlose WordPress Themes können ganz schön teuer sein

Nur ein ganz schneller Hinweis: Bitte setzt nicht einfach unbesehen kostenlose WordPress Themes ein – auch wenn sie euch gut gefallen (und nix kosten). Ich bin gerade zufällig bei einer Seite, die mir zum Linktausch angeboten wurde auf folgenden Footer gestoßen:

Nein, diese Seite hat NICHTS mit SUVs oder Trucks zu tun...

Der Deal (mancher empfiehlt so etwas ja auch als „Linkbait“)  ist in etwa der: „Ich bastle dir ein kostenloses Layout und du führst dafür meinen Link unten im Footer. Und wenn ich Glück habe, siehst du das nicht einmal.“ Ein schlechter Deal – für denjenigen, der das Theme einsetzt.

Im diesem Fall (ich habe mir die Subdomain mal angeschaut, auf die der Link geht) ist das nicht besonders schlimm, denn das Linktziel ist keine wirklich „böse“ Seite und sie rankt sogar noch ganz gut (vermutlich dank des Linkaufbaus):

Aber was, wenn diese SUV-Seite durch die Decke schießt und wegen ihres echt miesen Contents von Google eine auf die Nuss bekommt? Dann hat der WordPress-Betreiber auf jeder (!) Unterseite einen Link auf eine abgestrafte Seite. Ausgerechnet für jemanden, der sich ungefragt zum Linktausch anbietet, ist das eine echt schlechte Idee.

Vorsicht bei kostenlosen WordPress Themes

Also, mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen kann man solche peinlichen Fehler vermeiden:

  1. Eigenes WordPress-Theme bzw. -Baukasten: Es gibt genug Möglichkeiten, eigene Themes zu produzieren bzw. es gibt auch super Leute, die das für dich machen. Ja, das kostet Geld. Aber immerhin wollt ihr damit ja auch Geld verdienen – da muss man manchmal investieren.
  2. Nicht im Web sondern auf WordPress suchen: Wenn es doch ein kostenloses Theme sein soll, sucht nicht nach „kostenlose WordPress Themes“ auf Google. Was dabei heraus kommt, ist hier ganz gut zu lesen… Schaut euch lieber die „offiziellen“ auf WordPress.org an.
  3. Den Anbieter des Themes auf Google checken: Ist nichts (mehr) über ihn zu finden oder nur dubiose Seiten: Finger weg.
  4. Den Quelltext anschauen: Ist dort viel Javascript drin, der irgendwie dort nicht hin gehört? Oder überraschende PHP-Funktionen? Finger weg!
  5. Welche Links sind drin? Spätestens nach der Installation sollte man sich alle externen Links anschauen. Sehr hübsch geht das mit dem hier vorgestellten Bookmarklett für ausgehende Links. Welche Links sind das? Gehören die da hin?

Selbstverständlich ist ein Link auf die Designer-Seite o.k.. Aber wirklich: Schaut genau hin und checkt, wie sich diese Seite seo-maßig entwickelt…

Ist das zu paranoid?

Wer mich jetzt für verrückt und paranoid hält, dem wünsche ich weiterhin sehr viel Glück! Denn allein eine ganz wirtschaftliche Rechnung zeigt doch, worüber wir reden: Einen halbwegs vernünftigen Link handelt man so zwischen 50 und 150 €. Oder? Wieso soll es dann nicht ein paar Euros und etwas Mühe wert sein, einen seitenweiten Link zu vermeiden indem ich entweder KEIN kostenloses WordPress Theme einsetze – oder es zumindest genau kontrolliere.

Es hat niemand gesagt, dass SEO mühelos sei 😉

Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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