Änderungen in den SERPS: Noch mehr Top-Ergebnisse für Brands

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Seit dieser Woche zeigt Google manchmal noch mehr Links zu EINER Webseite auf den ersten Positionen einer Suchabfrage und erklärt auch wieso und wohin. Ich übersetze das mal in unseren SEO-Slang und sortiere das in unsere Gedankenwelt ein. Schaut auf dieses Suchergebnis:

“Aspirin” ist der Suchbegriff und das ist natürlich auch ein “Brand”. Hier treffen sich also zwei SEO-Begriffe: “Brand” und “navigational Search”.

  • Google weiß, dass “Aspirin” ein Brand ist, weil es vermutlich eine Menge Backlinks auf die Seite mit “Aspirin” und Variationen gibt. (Für den notwendigen Background hier den Teil zu Marcus Tandlers “Brand-Links”-Vortrag auf der SEOkomm nachlesen.)
  • Wird nach einem Brand gesucht, wird Google wohl von einer “Navigational” Search ausgehen und ein paar Änderungen am Index vornehmen. Neben den weiteren Top-Ergebnissen gibt es für diesen Fall die Sitelinks und eine andere Bewertung der Aktualität der Ergebnisse (dazu ein anderes mal mehr).

Warum es bei der Aspirin-Abfrage keine Sitelinks gibt? Nun, ich denke, sie haben sich diese einfach nicht verdient. Aber das wäre eine andere Diskussion…

Warum soll das nun wichtig sein?

Also: Brands bekommen jetzt noch mehr Platz auf der ersten Seite. Das ist für Affiiates frustig und für alle, die nicht auf Brands optimieren potentiell völlig unwichtig. Oder vielleicht doch nicht? Ich sehe zwei Gründe, warum das wichtig sein könnte:

Erstens sollten sich auch große Brands mal über ihre inhaltliche Zurückhaltung und technische Aufbereitung Gedanken machen. Google bietet hier die Möglichkeit, den Leuten da draußen viel Einblick zu bieten. In dem Suchergebnis oben sieht der User die Seiten “Produkte” und “Wirkstoff” – wer will denn etwas über “Produkte” wissen? Wenn ihr es schafft, hier die häufgen Fragen nach “Dosierung”, “Wirkung” und “Nebenwirkung” abzufangen, gehören die User euch. Wenn nicht, dann informieren sie sich halt woanders. Wie man das ändert? Achtet mal auf eure Navigations-, Link- und Contentstruktur…

Und zweitens: Das mit den “Brand” ist KEIN weltbekannter Brand mit eingetragenem Warenzeichen gemeint. Das gleiche gilt im Grunde für jede Domain, selbst mit generischem Begriff. Schaut euch mal das Bild rechts an – hier habe ich nach “segelnews” gesucht. Und es erscheinen vier Ergebnisse der dazu gehörigen “Brand-Seite”.

Und hier kommt meine Hausaufgabe an euch: Googelt mal nach eurem “Brand”, schaut euch die vier Seiten an, die zu sehen sind und überlegt, warum genau die da stehen. Auf eure Ergebnisse bin ich gespannt.

Ach ja, wer jetzt die Idee entwickelt, dass man dann ja nur den richtigen Suchbegriff in die Domain schreiben muss, der sollte mal eben nach “Keyword-Domain” googeln. Dazu gibt es eine Menge Literatur…

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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2 comments
Peew
Peew

Ach Brands sind das. Habe mich schon gewundert... Bei meinem Minibrand funktioniert es nämlich auch schon. google.de => peew Seltsam ist das in dieser Suche er den Title des ersten Treffers überschreibt und nicht den richtigen anzeigt, aber ansonsten bin ich ganz zufrieden.

David
David

Das interessante daran ist vor allem, dass es diesen Effekt auch im Longtail gibt mit Mehrwortkombinationen. d.h. wenn man bei Google den Brandstatus auf ein Keyword hat, dann ranken auch viele möglichen Kombinationen damit in der oben beschriebenen Weise. Also ist es für alle SEOs interessant, weil eigentlich jeder diesen Effekt erzielen kann. Mann sollte nur auf eine Anchortext Penalty aufpassen ;-) Deshalb ist es nicht so einfach den Status zu bekommen das es organisch aussieht.