Captain OnPage Starschnitt 4/8: Das Inhalts-CARE-Paket

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Captain OnPage hat acht Suchmaschinen-Optimierer antreten lassen. Ziel der Mission: die Seite der Hilfsorganisation CARE zu analysieren. Es ist mir eine Ehre, dem Capt’n und CARE beim Thema “Inhalt” helfen zu dürfen.

Im Starschnitt wird dieser Teil mit dem rechten Oberschenkel symbolisiert. Das macht Sinn, denn wie jeder weiß, werkelt dort der größte Muskel des Menschen, gibt ihm Standhaftigkeit und Schnelligkeit. Außerdem – das werdet ihr natürlich  auch wissen – ist Captain OnPage Rechtsträger… :-)

Aber lassen wir das. Zur Sache!

Was bisher geschah

In einer Artikelserie möchte das Team von Onpage.org (aufmerksame SEO Book-Leser kennen das Tool) Gutes tun und hat die Themen, die bei einer ordentlichen Onpage-Analyse anstehen, auf acht SEOs verteilt:

Nun folgen nur noch Links. Auch diesen Beitrag werde ich hier verlinken, damit unsere Leser noch vor Weihnachten den kompletten Starschnitt bekommen.

Und: los!

Es geht also um den Inhalt auf der Seite www.care.de. Damit ist natürlich nur der Text-Inhalt gemeint, denn die Bilder-Analyse kommt später von jemandem, der sich damit definitiv besser auskennt…

care

Also der Text in all seinen Erscheinungsformen der Seite. Keine Links, keine Technik, keine Architektur. Um ehrlich zu sein: Wenn man auf diese Weise eine Seite analysiert, fühlt man sich wie ein Oberschenkel ohne Unterschenkel: irgendwie unvollständig. Aber da die anderen Bereiche in den Händen der bestmöglichen Kollegen liegen, werde ich versuchen, mich auf das Thema “Text” zu fokussieren.

Erste Station: Was will die Seite?

Erste Regel: Kein Inhalt ohne Ziel! Was will CARE mit seinem Inhalt erreichen? Welche Seiten sind wichtig – und welche Inhalte sind “halt da”? Wie definiert Care die “Konversion” eines “Kunden”? Geht es wirklich nur ums Spenden?

Das sind alles keine Fragen, die ich mir selbst beantworten kann. Deshalb führte ich vor der Analyse ein sehr angenehmes Telefonat mit Stephanie Nicolai, der Referentin Online-Marketing von CARE. Und sie hatte einige Insights für mich: Neben dem Sammeln von Spenden fühlt Care auch einen “Bildungsauftrag” – als weltweit viertgrößte Spenden-Organisation mit 72jähriger Tradition. Frau Nicolai wünscht sich zwar etwas mehr Fokussierung auf Spenden und das Sammeln von Leads. Aber trotzdem brauchen wir uns als SEOs nicht nur auf die harten “Transactional”-Keywords zu konzentrieren sondern haben mit “Informational”-Keywords auch ein Reichweiten-Ziel. Selbstverständlich will Care auch die große Tradition der Organisation (von den Rosinenbombern für West-Berlin bis hin zum weltweit bekannten CARE-Paket) dokumentieren. Wir sind also auch im “Navigational”-Keyword-Bereich unterwegs. Tja, Eine solche Seite ist für einen inhaltlich denkenden SEO eine dankbare Aufgabe.

Realität vor Tool: Was sieht der User?

Captain OnPage und sein Tool Onpage.org hin oder her: Erstmal auf die Seite schauen. Die Hauptnavigation bildet die drei Keyword-Motivationen (“Transactional”, “Navigational”, “Informational”) prima ab. Wobei ich – wie Frau Nicolai – auch mehr Gewicht auf “Spenden & Helfen” legen würde. Das könnte etwas hervor gehoben werden, finde ich.

Hauptnavigation mit sauberer Einteilung auf die Motivations-Ziele.

Hauptnavigation mit zunächst sauberer Einteilung auf die Suchmotivations-Ziele.

Immerhin: Auf der Home wird das Thema “Spenden” mit einem großen Slider emotional gewichtet, der den Betrachter durch konkrete Projekte auf der ganzen Welt schickt. Schade zwar, dass von diesem Slider und auch von den Mega Drop Downs der Navigation nach Ausschalten von Javascript wenig übrig bleibt – aber ich denke, darum wird sich ein kluger Kollege kümmern.

Was mir nicht gefällt: Das Mega Drop Down für “Informieren” zeigt zwar die Haupt-Kategorien der Hilfsprojekte von Care. Aber die Subnavigation mit “Aktuell”, “Sehen”, “Lesen” u.s.w. ist, mit Verlaub, etwas verkopft. User bewegen sich nicht in Richtung “Sehen” – sondern wollen in konkrete Informationen springen. Hier würde ich eine etwas natürlichere Form der Navigation empfehlen:

Denken so die User? Ich befürchte: nein.

Denken so die User? Ich befürchte: nein.

Ähnlich ist es mit “Spenden & Helfen”. Auch hier werden die spendenwilligen User micht dort abgeholt, wo sie sind. Das denke ich jedenfalls:

Trifft nur "irgendwie" meine Bedürfnisse als Spender...

Trifft nur “irgendwie” meine Bedürfnisse als Spender…

Ich kann natürlich nicht auf Umfragen zurück greifen und habe nur den “Panel of One”, nämlich mich und unsere CONTENTmanufaktur, die wir statt irgendwelcher Werbegeschenke oder unnötiger Marketing-Ausgaben lieber ordentlich spenden. Für uns finde ich unter dem Navigationpunkt “Als Unternehmen helfen” wohl die Organisations-Struktur von CARE – aber nicht meine Bedürfnisse als Spender. Wären hier konkrete Hilfs-Angebote nicht besser?  Zeigt mir doch euer schön aufbereitetes CARE-Paket, das ich packen und verschicken kann. DAS ist ein Einstieg in die Spenderei – und nicht “Werden Sie Partner”. Das mus man auch irgendwie lesen können –  aber nicht in der Navigation.

Was  mir auffällt: Wegen der inhaltlichen Seitenstruktur ist es auch gar nicht so einfach, für einen bestimmten Zweck (z.B. “Frauen in Afrika” oder “Aids-Aufklärung in Nepal”) zu spenden. Diese Projekte finde ich nur über “Informieren”, tief in der Navigation vergraben. Das ist schade, denn ich denke, dass viele Spender – so zynisch das möglicherweise klingt – ein klares “Ziel” vor Augen haben möchte, wenn er die Credit Card auf dem Tisch liegen hat.

Meine Empfehlung deshalb: Mehr Querverbindungen zwischen den Informationen und dem Spenden-Bereich via “Related Content”-Links. Was ja für SEO auch durchaus günstig wäre ;-)

Die Beitragsseite: strukturiert in Technik und Inhalt

Beitragsseiten: (Fast) alles da, was man braucht.

Beitragsseiten: (Fast) alles da, was man braucht.

Was mir sehr gut gefällt: Care nimmt seinen Bildungsauftrag ernst und informiert insgesamt umfassend, mitfühlend und verständlich.  Bei den Projekt-Informationen z.B. “Neufanang für intern Vertriebene in Myanmar” geht mir als Text-Strukturierer das Herz auf: Eine Liste mit den wichtigsten Daten (sogar einer Landkarte) ganz oben, Bilder, inhaltlicher Hintergrund und Klärung der Frage “Wie hilft Care?” – als Zwischenüberschrift. Nahezu perfekt – wobei man am Layout noch etwas feilen könnte.

Erweitern würde ich hier noch:

  • Eine Dachzeile mit Myanmar. Denn wer über die Suche auf die Seite kommt, wird nicht wissen, in welchem Land er gelandet ist,
  • einen kurzen Vorspann, in dem das Projekt in zwei Sätzen zusammen gefasst wird und
  • einige Text-Hervorhebungen, damit auch ein hektischer Leser zumindest den groben Zusammenhang verstehen kann.

Außerdem denke ich, dass ein Spendenbutton im Contentbereich dieser Projekte hilfreich wäre. Dieser sollte aber gleich auf einer Spendenseite landen, auf der das Ziel schon vorausgewählt ist. Sonst quält man den User durch zu viele Pulldowns…

Nun zur Onpage.org-Prüfung

bunte mischungSo, damit Captain OnPage beim Stubenrundgang zufrieden ist, schauen wir jetzt ins Onpage.org-Tool. Da gibt es einige bunt zusammen gewürfelte Schubladen, die der inhaltichen Optimierung der Seite dienen. Man kann sich ewa  darüber streiten, ob die Dateigröße dazu gehört – aber wer will schon Streit mit dem Capt’n?

Überschriften: Beginnen wir mit der h1-Verwendung

Erste große Hilfe: Dank Onpage.org werden die Überschriften-Formatierungen schnell und unaufwändig durchgecheckt. Ich mache das mal beispielhaft für die h1-Headline. Hier sehen wir:

Im grünen Bereich - bis auf einige doppelte Headlines

Im grünen Bereich – bis auf einige doppelte Headlines

Die h1 ist hier so etwas wie die Rubrik.

Die h1 ist hier so etwas wie die Rubrik.

Schnell zu erkennen: Fast alles im grünen Bereich. Auffällig sind nur die vielen mehrfach verwendeten Headlines. Was ist das? Mit zwei Klicks wissen wir: Hierbei handelt es sich um die Headlines in den FAQs der Seite. Da wird die Rubrik mit h1 ausgezeichnet und die eigentliche Titelzeile mit h2.

Ich persönlich finde das nicht schlimm und würde erst andere technische Änderungen an der Seite machen lassen. Aber perfekt wäre es, wenn man auch dort die eigentliche Headline in der h1 stehen hätte. .

Schlimmer ist, dass es auch (siehe oben) 50 Seiten ohne h1-Headline gibt. Darunter ist auch die Homepage zu finden. Das würde ich auf jeden Fall ändern und darauf achten, dass alle für SEO relevanten Seiten auch wirklich mit einer h1 ausgestattet sind. Das bedeutet zwar, dass auf diesen Seiten überhaupt erst mal eine Überschrift eingebaut werden muss – doch das ist auch für die Nutzer durchaus nützlich. Würde ich deshalb machen lassen…

Texteinzigartigkeit: Duplicate Content und mehr

Zunächst einmal: Onpage.org prüft natürlich nur den internen Duplicate Content, also ob die verwendeten Texte mehrfach auf der eigenen Seite zu finden sind. Das ist jedoch ziemlich hilfreich, denn diese Prüfung führt meist zu technischen Problemen, wild gewordenen URL-Parametern und Seiten, denen man überhaupt mal ein wenig Inhalt spendieren sollte. Alles Kram, den man wirklich nicht auf der Seite haben möchte.

Und davon gibt es in der Regel eine ganze Menge. Wie auch auf der Seite von CARE:

Puh, einiges zu tun - denn dahinter stehen viele verschiedene Fehler.

Puh, einiges zu tun – denn dahinter stehen viele verschiedene Fehler.

Einige Beispiele der onpage.org-Analyse:

  • Die Liste der Fehler startet mit 476 Seiten mit gleichem Inhalt. Allerdings zeigt sich schnell, dass diese über sehr unterschiedliche URLs verfügen – aber größtenteils leer sind. Empfehlung: Jede Seite braucht ihren eigenen Inhalt. Sind leere Seiten nicht zu vermeiden, sollten sie mit “noindex” gesperrt werden. Vermeidbar sind aber Seiten, die nur aufgrund einer “Logik” erstellt werden. So gibt es zwar aus der Navigations-Logik (siehe oben) die Seite “Frieden & Gerechtigkeit / Projekte” – aber leider keine Projekte. Deshalb kommt hier eine inhaltlich leere Seite. Das muss nicht sein.
  • Weiter geht es mit einer Liste von Videos. Diese sind zwar sehr verschieden – aber onpage.org findet (wie auch der Google Crawler) nur den gleichen Text-Inhalt (Beispiel). Empfehlung: Schreibt zu jedem Video eine Zusammenfassung. Das wird auch die Leser freuen…
  • Dann finden wir eine Liste aller Pressemitteilungen. Diese beinhalten neben dem eigentlichen Pressetext immer identische Informationen über CARE. Meine Empfehlung: Diesen Hinweis von onpage.org einfach ignorieren.

Und so weiter. Es bleibt nicht anderes übrig, als sich nach und nach durch die Listen zu arbeiten. Zum Glück hilft einem der Captain mit wirklich übersichtlichen Listen bei der Priorisierung.

Und welchen Fehler wollen wir zuerst behandeln?

OPR, Status, Canonical & Co: Alles im Überblick.

Hier lassen sich entweder die Seiten mit der geringsten Texteinziartigkeit (also die, bei denen es am meisten weh tut) durchkämmen oder die Seiten mit den meisten Doppelgängern. Sortiert wird am besten nach dem OPR (OnPageRank), in dem sich der interne Linkjuice ausdrückt. Der funktioniert nach dem PageRank-Prinzip und bewertet, wie viele und wie starke andere Seiten auf eine Unterseite linken. Und, klar: Je höher der OPR einer Seite umso mehr Ranking-Potential hat sie. Deshalb sollte sie möglichst fehlerfrei sein. Hier vielleicht eine höfliche Bitte an Chief Onpage und sein Team: Wenn wir hier die Summe (!) aller OPRs aller jeweils duplizierten Seiten sehen würde, hätten wir ein noch stärkeres Sortierungs-Signal.

So sehen die Listen der doppelten Seiten aus:

OPR, Status, Canonical & Co: Alles im Überblick.

OPR, Status, Canonical & Co: Alles im Überblick.

Dank URL kann man sich durch die Dubletten durchklicken – aber in der Tabelle sind auch gleich die wichtigen Informationen, die einen Überblick ermöglichen. Was mir noch fehlt: Die optionale Anzeige des Title-Tags. Denn der ist bei vielen technischen Bugs ein gutes Indiz dafür, ob es sich wirklich um Duplicate Content handelt oder um einen anderen Fehler.

Einschub: Die Einzelbetrachtung von Seiten

Über die oben gezeigten Liste kommt man auch ratzfaz auf die Einzelbetrachtung jeder einzelnen Seite. Darauf finden sich unfassbar vielen Detail-Infos – auch den Inhalt betreffend.

Dort sehen etwa, dass die Seite vom “CARE Paket” mit einem OPR von 3,17 vergleichsweise stark ist. Und in dem Report dazu finden wir eine superschnelle Kurz-Analyse dazu, was inhaltlich daran komisch sein könnte:

Kein h1, zu viele h2 und nicht genug Content. So wird das nichts...

Kein h1, zu viele h2 und nicht genug Content. So wird das nichts…

Gut sortiert: Alle Inhalte von CARE

Ein kleiner Bonus-Tipp: Ganz unten in der onpage.org Navigation finden sich alle gefundenen Seite – sortierbar nach dem OPR. Das heißt, dort sind genau die Seiten weit vorne, von denen Google anhand unserer internen Verlinkung sagen würde, dass sie am wichtigsten sind. Und genau diese Seiten sollten wir uns immer auch auf den Inhalt hin genauer anschauen.

Nehmt euch die Zeit und arbeitet diese wichtigsten Seiten nach und nach ab. Wenn die für kein Keyword ranken, stellt euch die Frage, warum das so ist und repariert die vom Capt’n gemeldeten größeren Mängel. Das ist viel Arbeit – aber sinnvoll!

Weiter im Inhalts-Menü: Autorenverknüpfung

Zurück zur Bereich “Inhalte” in der Navigation. Noch würde ich (im Gegensatz zu einigen anderen SEOs) nicht damit rechnen, das das Author-Tag wirklich für jedeSeite wichtig ist. Im Falle von CARE könnte ich mir das aber vorstellen. Denn da eine Google+ Seite vorhanden ist und beim Kampf um die SERPs-Klickrate sympatische Autorenportraits sicherlich günstig sind, würde ich dies einführen. Leider zeigt der Zähler hier aber auf “0”.

Schade: Keine Verbindung zum Google Plus Profil.

Schade: Keine Verbindung zum Google Plus Profil.

WDF*IDF mit SEOkratzes plus Text-Optimierung

So, und nun zum derzeitigen Lieblings-Thema der Branche: Die WDF*P*IDF-Optimierung von Texten. Dazu hat Karl Kratz schon vor langer Zeit den Startschuss gegeben, der aber jetzt erst so richtig gehört wurde (mein Input dazu) Knapp gesagt geht es um zwei Dinge:

  • Erstens soll durch eine mathematisch komplexere Betrachtung die einfache Keyword-Density in Dokumenten pulverisiert werden. Das erledigt die so genannte  Within Document Frequenzy (WDF).
  • Zweitens wird das Dokument aber nicht nur an sich selbst gemessen sondern auch daran, wie häufig weitere, sinnhaft passende Begriffe in dem Dokument auftauchen – im Vergleich zu allen Dokumenten.
Vorsicht, wer in SEOKrates Gegenwart von "Keyword Density" spricht...

Vorsicht, wer in SEOKratzes Gegenwart von “Keyword Density” spricht…

Nun werkeln einige Anbieter an entsprechenden Tools, aber Captain Onpage hat die Nase vorn. Das Vorgehen ist denkbar einfach: Du gibt ein Keyword (oder eine Keyword-Phrase) ein und bekommst eine rechnerisch sinnvolle Term-Gewichtung angezeigt. Damit ist, einfach gesagt, die relative Verwendung von Begriffen im Dokument gemeint. Ein Beispiel “online spenden”:

Vergiss eine hohe Density für "online spenden"...

Vergiss eine hohe Density für “online spenden”…

Im Detailreport ist dann zu sehen, dass “Spenderservice” zwar wichtig ist – aber nicht bei allen Dokumenten auftaucht, die gut für “online spenden” ranken. Deshalb könnte dieser Begriff für CARE unter anderen die Chance bieten, sich zu “profilieren”.

Und, nein, es geht nun nicht darum, einen Text bei Textbroker zu bestellen, in dem solche Begriffe enthalten sind. Es geht bei der Optimierung eines Textes neben dieser Gewichtung der Begriffe auch um Lesbarkeit und Sinnhaftigkeit des Artikels. Ebenso gehören Headline, Strukturierung, Vorspann u.s.w. dazu. Doch als Näherung für die richtigen Stichworte eines Textes halte ich diese WDF*P*IDF-Analyse für extrem nützlich!

Was bedeutet das nun für CARE? Mit einer entsprechenden Text-Optimierung der Spendenseite (die derzeit nur auf Platz 20 geführt wird wird) wäre der erste Schritt in die Richtung einer besseren Sichtbarkeit für “online spenden” getan. Wobei das am besten mit einem optimierten Title und einer Verbesserungen der internen Verlinkung einher gehen sollte. Wie schon erwähnt: SEO ist nicht nur Inhalt sondern auch Technik und Verlinkung.

Weitere Bereiche

Unter welchen Aspekten kann man sich eine Seite mit onpage.org noch als Inhalts-Optimierer anschauen:

  • Man könnte sich nun auch den Text-Assistenten in den Werkzeugen vornehmen. Aber, mmmmh, da steht auch der Begriff “Density” drin und ich schätze, das kann nur ein Beta-Stadium signalisieren ;-)
  • Und selbstverständlich gehört auch die Snippet-Optimierung in den Bereich “Inhalt”. Finde ich jedenfalls. Aber für die Meta-Titles war in der vergangenen Woche ja Dennis Farin im Einsatz.
  • Ebenso hat sich Marcell Sarközy schon großartig um die Keyword gekümmert.

Kurz: Ich bin zwar der Meinung, dass “Inhalt” in fast alle Bereiche hinein reicht – aber ich will hier trotzdem meine Mission als “accomplished” erklären.

Ist noch jemand hier?

Oooops, das ist jetzt ein etwas längerer Beitrag geworden. Ich befürchte, bis hier her hat es nur ein kleines Grüppchen von Lesern geschafft. Ich hoffe allerdings, dass auch Stephanie Nicolai von Care zu diesem Trupp gehört und ich sie mit meinem Gemaule nicht verärgert habe. Als Bonus für euch, die es bis hier her geschafft hat, noch eine Kurz-Zusammenfassung, was ich unter einer ordentlichen Inhalt-Analyse verstehe:

  • Zielbetrachtung: Was soll  mit der Seite erreicht werden? Wie passt das in die Suchmotivation der User?
  • Qualitätsprüfung der Beiträge: Passen die Inhalte zum Ziel und zum Selbstverständnis der Seite?
  • Gewichtung checken: Ist die Content-Menge entsprechend Ziel und Nutzen verteilt?
  • Strukturierung und Navigation analysieren: ist die Navigation und die interne Verlinkung wirklich benutzerorientiert?
  • Ideen für Related Content finden: Steht jede Seite einzeln da – oder wird der User zum Weiterklicken inspiriert?
  • Strukturierung des Contents betrachten: Sind die Inhalte (technisch wie auch semantisch) ordentlich strukturiert?
  • Technische Relevanz prüfen: ist der Inhalt so relevant, dass es der Robot auch verstehen kann?
  • Duplicate Content finden: Wie ist der Umgang mit DC?
  • Snippet-Optimierung: Wie schaut die Seite in den SERPs aus? Kommt auch dort die Fokusierung auf die richtige Suchmotivation an?

Disclaimer: Ihr seht, dass das hier keine vollständige Analyse ist. Zum Beispiel sollten die Inhalte nach der jeweiligen Suchmotivation untersucht werden – und natürlich ist auch der Text für Headlines, Vorspann und Copy-Text eine Untersuchung wert. Aber ich kann euch ja nicht ewig hier fest halten. Deshalb:

Captain OnPage! Ich bitte wegtreten zu dürfen!

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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