Okt
16
SEO am Morgen: Wofür der (sterbende?) Pagerank gut ist
Filed Under Onpage Sonstiges
Beiträge zum Pagerank sind unter SEOs immer für eine Diskussion gut – vor allem, wenn es um die Nützlichkeit des grünen Balkens geht. Doch die ist allem Bashing zum Trotz vorhanden.
Lassen wir uns kurz und emotionsfrei durch den Kopf gehen, was der Pagerank eigentlich ist: ein auf eine Skala zwischen “nichts” bis “10″ (also 11 Positionen) verdichteter Index der eingehenden Links einer Seite die hierfür wiederum nach ihrem Pagerank gewichtet werden. Mathematisch gesehen also kein Teufelszeugs. Hierbei zählen übrigens externe Links auf eine Seite ähnlich wie interne Links. Ob die Wertung genau gleich ist, kann ich gar nicht sagen, weil ich mich damit nicht beschäftigt habe.
Es gibt noch zwei mir bekannte Korrektur-Faktoren beim Pagerank: Das eine sind mehr oder weniger überraschende und/oder unerklärliche Bestrafungen einer Seite, indem der PR bei einem Pagerank-Update oder auch mal zwischendurch fällt oder genommen wird. Dazu kann ich wenig sagen. Und der andere Korrektur-Faktor ist eine “Bestrafung” einer Seite, indem sie selber die Fähigkeit verliert, ihren Pagerank weiter geben zu können. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn der Robot (oder der Google dahinter) das Gefühl hat, dass jemand auf seiner Seite Links verkauft und diese nicht mit “nofollow” für Google entwertet.
Nun, bis hier her habe ich den Begriff “Keyword” nicht verwendet. Warum? Weil die Keywords im Pagerank-System keine Rolle spielen. Da wir aber immer davon sprechen, für ein Keyword gut zu ranken, ist damit auch geklärt, warum der Pagerank für die Position bei Google keine Rolle spielt. Ich kann einen Link von allen Pagerank-10-Seiten der Welt haben – aber trotzedem für kein vernünftiges Keyword ranken…
Aber zurück zum Nutzen des Pageranks. Schaut euch mal eine größere, redaktionelle Seite an. Da gibt es meist die Homepage, Channel-Startseiten und Beitragsseiten. Wenn ich mir auf einer solchen Seite die Verteilung des Pageranks aufmale, sagt mir das sehr viel über diese Seite. Hat die Home z.B. einen Pagerank von fünf und die Channel-Startseiten keinen Pagerank, ist die Seite krank. Vermutlich wurden dann Links verkauft (oder Google glaubt das zumindest).
Oder: Finde ich unter den Beitragsseiten einige mit einem hohen Pagerank (vielleicht sogar einen PR6, also höher als Home), sollte ich mir die Backlinks dieser Seiten anschauen. Jetzt fängt die Optimierung an:
- Gibt es von deser Seite, die in aller Regel dann sehr starke eingehende Links hat, ausreichend interne Links auf andere wichtige, monetarisierbare Unterseiten?
- Und halten sich hier die ausgehenden, externen Links in sehr engen Grenzen?
- Habe ich diese Unterseiten wirklich ausreichend keyword-optimiert?
- Sind das möglicherweise die Seiten, für die ich so viele Linktausch-Anfragen habe?
- Wie kann ich diese externe Linkliebe sauber über mein Projekt verteilen – oder: will ich das überhaupt?
Wie auch immer: Zur Analyse einer Seite gehört auch die Analyse des Pageranks. Denn der sagt mir zwar nichts darüber, ob ich für einen bestimmten Begriff ranke, aber er ist ein gutes Signal dafür, wie sich Google die Verteilung der Linkliebe über die Seite vorstellt. Und das ist echt was wert.
Deshalb ist es sehr schade, dass seine Anzeige gestern aus den Webmastertools entfernt wurde. Ich habe ihn dort zwar eh nie genutzt – aber das könnten schon ein Zeichen dafür sein, dass uns demnächst statt eines neuen Pagerank-Update der Pagerank-Tod ereilt.
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5 Responses to “SEO am Morgen: Wofür der (sterbende?) Pagerank gut ist”
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[...] Oktober 2009 · Kommentar schreiben via [...]
Der grüne Balken hat kaum noch Einfluss auf das Ranking. Ich sehe es eher als eine Belohnung, gute Inhalte, oder gute SEO-Arbeit. Auch Seiten ohne Pagerank können sehr gut ranken. Wichtig ist doch vielmehr wie schnell die Seiten in den Index der Suchmaschinen aufgenommen werden. Der passende Pagerank kommt dann schon irgendwann mit dem nächsten Update.
Ne, Frank, ich befürchte, das ist schon etwas anders. Als Belohnung für gute Inhalte ist der Pagerank nun wirklich nicht gedacht.
Aber, eben: Dass man auch ohne PR ranken kann, ist natürlich korrekt.
[...] für Webmaster interessant sein könnten. Einen schönen Artikel zum Nutzen des PR findet Ihr bei seo-book.de. Hier ist erläutert, wie man anhand einer PR-Analyse die interne Verlinkung großer Sites checken [...]
[...] Hier hat mal einer vernünftig ausformuliert, warum der Pagerank durchaus auch für SEOs sehr hilfreich ist, auch wenn die Ranking-Relevanz schon länger nur noch bestenfalls marginal war. Vor diesem Hintergrund des SEO-Hilfsmittels eigentlich kein Wunder, dass Google das evtl abstellt. PR war zumindest schon immer ne gute SEO-Schnelldiagnose, wenn es darum geht auf den ersten Blick zu sehen, ob ne Domain evtl nen Schlag wech hat. Wenn der PR weg sein sollte, muss man halt zweimal gucken
[...]