Traffic-Volumen eines Keywords abschätzen

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An mehreren Stellen gibt es gerade Tipps, wie man das Suchvolumen eines Keywords einschätzen kann. Ich will hierzu auch meinen Beitrag leisten. Allerdings konzentriere ich mich darauf, von welchem Keyword ich mir mehr Traffic erwarte als von einem anderen. Und leider muss ich dazu sagen: Das kommt darauf an! Ich kenne dafür zwar keine einfache Faustformel  – aber einen Weg, wie jeder dazu kommen kann.

1. Schritt: Was sagt Google zum Suchvolumen?

Die m.E. einzig vernünfigte Quelle zur Abschätzung des Suchvolumens (also wie viele Leute suchen nach dem Keyword) ist Google. Und dies erfahre ich im AdWords-Tool. Dort muss allerdings, wie Seokratie schreibt, der Übereinstimmungstyp “Exakt” eingestellt werden.

Aber halt! Zwischen dem voreingestellten Übereinstimmungstyp “weitgehend” und “exakt” gibt es große Unterschiede? Dann denk mal drüber nach, was uns das zu sagen hat: Wer seine Anzeige auf das Keyword “xy” bucht, bekommt automatisch noch viel potentiellen Traffic über “xyz”, “vxz” – also vielen Keywords, von denen Google denkt, dass sie dazu gehören. Ist dies der Fall, sollte unbedingt darüber nachgedacht werden, ob das Keyword eigentlich in Ordnung ist, oder ob man nicht noch mehr in den Longtail gehen möchte und auf “xyz” oder “vxy” optimiert.

2. Schritt: Eigenes Volumen abschätzen

Wenn man nun wissen will, wie viele Besucher dann tatsächlich über den Begriff kommen, muss man schätzen. Seokratie teil die Menge der genannten (exakten) Suchanfragen durch fünf und sagt, dass so viele Leute kommen, wenn man auf Position 1 gerät.

Ich denke, diese Faustformel ist gar nicht mal so falsch – aber mir hilft sie nicht weiter . Denn wir arbeiten mit vielen Kunden, bei denen es gar nicht so auf ein einzelnes Keywords ankommt und auch nicht bei allen Keywords die Position 1 erlangt werden kann. Es ist vielmehr eine Abschätzung des “Potential” wichtig, also aus 100 Keywords muss man auswählen, wie viel bringt die Optimierung – und auf welche 20 soll optimiert werdenl

Und da spielt die Mitbewerberdichte und auch der CPC, also der Preis des Keywords für Anzeigenkunden, eine Rolle. Wir optimieren zwar im natürlichen Index und nicht für SEM – aber je höher beides ist, umso mehr Anstrengungen werden auch im natürlichen Index um das Keywords gemacht – und umso schwerer wird es sein, nach oben zu kommen.

Außerdem gibt es einen nicht bekannten Faktor, der meine Hoffnungen bremst: Nämlich die Stärke der zu optimierenden Seite – in diesem Thema und bei diesen Mitbewerbern.

Alles zusammen verarbeiten wir zu einer Formel, in der folgende Werte eine Rolle spielen:

  • “Exaktes” Suchvolumen (nach einem Check des “weitgehensten”
  • Mitbewerberdichte (die ist online als Balken, aber nach einem CSV-Export als Zahl vorhanden)
  • Durchschnittlicher CPC (kann auch eingeschaltet werden)
  • Dämpfungsfaktor der für jede Seiten bei jedem Thema nach und nach empirisch angenähert werden muss.

Wie wir das genau verrechnen, verrate ich natürlich nicht – aber mit ein paar mathematischen Fähigkeiten, bekommt ihr das schon selber raus.

Wir erhalten dann für jedes Keyword einen “Faktor”, der das Suchvolumen und die Chance auf eine gute Position beinhaltet. Die Keywords mit dem höchsten Faktor sind unser Optimierungspotential.

Das funktioniert erstaunlich gut – und garantiert in der Regel, dass man den größten Aufwand dort betreibt, wo die Chancen am höchsten sind.

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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