Echtzeitweb & SEO? Einstieg in Pubsubhubbub

Das Wort Pubsubhubbub ist kein Witz sondern beschreibt eine durchaus sinnvolle neue Technologie, die auch für SEO nützlich ist und vermutlich immer wertvoller wird. Im Grunde ist Pubsubhubbub allerdings nicht viel mehr als eine schicke Erweiterung für RSS- und Atom-Feeds. Worum es geht, erklären diese beiden Google Entwickler:

Mit anderen Worten: Pubsubhubbub macht aus einem passiven Feed, der auf seinen Leser wartet, ein aktives Push-Medium und kann dafür sorgen, dass auch Google neu veröffentliche Seiten schneller in den Index aufnimmt.

Wir empfehlen ja, Twitter als Wecksignal für Google zu verwenden: Wenn wir einen Beitrag veröffentlichen und diesen über einen halbwegs relevanten Twitter-Account in die Welt tweeten, dann haben wir in der Regel wenige Sekunden später den Robot auf unserer Seite der sich den Beitrag anschaut und bei Interesse in den Index aufnimmt. Das funktioniert sehr schnell und stabil.

Und genau das will/soll Pubsubhubbub leisten: Wird der Feed eines Blogs, einer Newsseite oder einer anderen Site erweitert, stubst das Protokoll einen Hub an, der wiederum seinen Abonnenten Bescheid gibt, dass die Welt um einen Beitrag reicher ist.

Entstanden ist das (wohl) in einer Austastlücke bei Google und so liegt die Projektseite auch hier: http://code.google.com/p/pubsubhubbub/. Das freut uns SEOs natürlich. Denn selbst, wenn es unter „normalen“ Usern noch Anwendungen dafür gibt (z.B. wäre ja jeder Feedreader ein Kandidat für eine Anbindung an einen Pubsubhubbub-Hub), sind zumindest die Google-Produkte schon ziemlich weit in der Fertigstellung: Google Reader, Buzz (was war das noch mal?), Blogger, Google Alerts, Fast Flip und Feedburner (fast) können mit dem Protokoll umgehen. Wir können also sicher sein, dass wir mit einer Erweiterung unseres Feeds, die Suchmaschine auch erreichen.

Wie die Integration von Pubsubhubbub funktioniert

Und das geht eigentlich recht einfach. Der Seitenbetreiber muss vor allem in seinen Feed einen oder mehrere „link rel=“hub“ einbauen, was etwa so aussehen kann: “

<atom:link rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com"/>
<atom:link rel="hub" href="http://superfeedr.com/hubbub"/>

Und bei der Veröffentlichung wird dieser Hub angepingt – und zwar nicht nur als schüchternes „Ping“ sondern gleich mit dem kompletten Inhalt. Der Hub kann nun seinerseits weitersagen, dass hier etwas neues aufgetaucht ist – etwa über eine AJAX-Funktion z.B. in webbasierten Feedreadern oder als Aufforderung an den Such-Robot mal auf der Seite vorbei zu schauen.

Und ganz praktisch?

  • Für WordPress-Blogger gibt es ein Plugin. Sicherlich auch schon für andere CMS Systeme…
  • Wer seinen Feed im Feedburner hat, kann diesen auch dafür aktivieren. Wie das geht, erklärt drweb.
  • Und wer selber coden muss bzw. will, findet natürlich alles auf der Projektseite.

Dort finden sich auch die derzeit wenigen Hubs, die angepingt werden können. Im Grunde könnte ja jeder einen solchen Hub betreiben und das könnte zum Beispiel für Medienhäuser durchaus eine gute Idee sein, wenn man nicht jeden Ping annimmt sondern einen qualitativ hochwertigen News-Stream anbietet. Auch eine Erweiterung (z.B. Kategorisierung) der Pings wäre meiner Meinung nach eine gute Idee…

Aber das ist noch Zukunftsmusik. Momentan empfehlen wir, Pubsubhubbub für eine schnellere Indexierung bei Google einzusetzen und hoffen, dass dies auch gut funktioniert. Weitere nützliche Einsatzmöglichkeiten für SEO suchen wir allerdings erst noch 😉

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentar (1)

  1. Pingback: http://www.clemsondeckbuilders.com/

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