#Hashtags: Facebook zieht nach

Twitter war der Vorreiter, Google+ und Instagram haben sie auch: Hashtags.  Nun ist auch Facebook aufgesprungen.und hat vor wenigen Tagen die praktische Verschlagwortung von Beiträgen endlich ausgerollt. Doch was ist ein Hashtag überhaupt und was bedeutet diese Neuerung für Facebook und seine Nutzer?

Bisschen übertrieben: Jedes Wort ein Hashtag. Geht aber.

Bisschen übertrieben: Jedes Wort ein Hashtag. Geht aber.

Hashtags wurden erstmals beim Kurznachrichtendienst Twitter eingesetzt. Sie sind eine Kennzeichnung für Begriffe, die als Schlagworte verwendet oder hervorgehoben werden sollen. Der Unterschied zum „@“-Mention ist, dass jeder Begriff mit einem Hashtag versehen werden kann. @-Mentions können nur auf bereits bestehende Wörter verlinkt werden, die auch in den sozialen Netzwerken schon vorhanden sind oder über einen bestehenden Account verfügen.

Das wohl bekannteste Hashtag-Beispiel in der kürzeren Vergangenheit ist wohl #Aufschrei, der durch Anne Wizorek auf Twitter eine große Debatte ins Rollen brachte. Aber auch Hashtags für Veransstaltungen (#campixx) oder für regelmäßige Ereignisse (#tatort) gehören zu popüuären und gern verwendeten Verschlagwortungen.

Was bringen die Hashtags in sozialen Netzwerken?

Und hier die Zusammenfassung für #seo

Und hier die Zusammenfassung für #seo

Hashtags sollen die Suche nach Themen und Bildern vereinfachen. Nutzer können ihre Bilder und Texte damit versehen und sie damit – wie gesagt – verschlagworten. Dadurch werden dann bei der Suche nach einem bestimmten Hashtag alle früheren und späteren Posts angezeigt werden, die ebenso einen Hashtag enthalten. Es entsteht also so etwas wie ein Themen-Newsfeed und Diskussionen werden durch neue User erweitert.

Natürlich können die Nutzer von Facebook trotzdem selber bestimmen, wer die Posts sehen darf: Nur der eigene Freundeskreis oder die Öffentlichkeit – das bleibt jedem selber überlassen.

Wie muss ein Hashtag eigentlich aussehen?

Ein Hashtag ist ganz simpel erstellt. Einfach in einem Post das gewünschte Wort dem #-Zeichen anhängen und fertig. Werden dann die gewünschten Hashtags in die Suche eingegeben oder die URL beispielsweise mit dem Hashtag #seo (http://www.facebook.com/hashtag/seo) in den Browser getippt erscheinen prompt alle Diskussionen, Gruppen und Seiten, die mit dem Keyword in Verbindung stehen. Es sollten allerdings Keywords verwendet werden, die ein relativ hohes Suchvolumen haben. Nur so besteht die Chance, dass der Beitrag oft gelesen und geteilt wird.

Zusätzlich wertet Facebook Hashtags auf, die von anderen sozialen Plattformen eingespielt werden. Vernetzt ein User also beispielsweise seinen Twitter-Account mit seinem Facebook-Profil und postet dort ein Bild oder eine Nachricht mit einem Hashtag, wird – sofern der Beitrag auf Facebook erscheint – das verschlagwortete Keyword auch dort anklickbar sein.

Crosspostings funktionieren jetzt

Bei Twitter besteht schon seit Beginn die Möglichkeit der Verlinkung auf dem Hashtag. Klickt man die Verschlagwortung dort an, startet automatisch die Suche nach verwandten Hashtags. Das soll auch bei Facebook so sein. Und nun funktioiniert die gleiche Zeichenkombination auch bei Facebook.

Facebook will dadurch seinen Usern ein breites Spektrum an Informationen eröffnen und Ihnen die Möglichkeit geben, gemeinsame Diskussionen zu starten und Leute mit gleichen Interessen zusammen zu bringen. Oder halt beim Tatort ständig auf Facebook posten – und nicht mehr nur auf Twitter…

Doch nicht nur in den sozialen Medien können diese Hashtags verwendet werden. Viele Online Marketing Agenturen und andere Unternehmen verwenden diesen Tag in ihren Posts und auf Blogbeiträgen, um so besser in der Google Suche mit relevanten Keywords gefunden zu werden. Ob das funktioniert, ist offen…

Entscheidend ist allerdings, dass Facebook dank der Einführung der Hashtags in Richtung Twitter geht und das hat einen großen Vorteil: Facebook ist relevanter für Diskussionen in Echtzeit und für aktuelle Informationen. Die User sind nicht mehr nur darauf festgelegt die Meinungen ihrer Freunde zu lesen sondern können sich an Diskussionen und Beiträgen zu öffentlichen Diskussionen und Beiträgen beteiligen.

Für Facebook ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung um nicht langweilig zu werden – relevante und interessante Themen sind nur einen Klick entfernt.

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Jan Boonekamp

Jan Boonekamp ist seit Oktober 2012 in der SEO-Branche tätig und momentan als SEO/ SEM Manager bei der Werbeagentur Schwarz & Bold aus Karlsruhe beschäftigt. Sein Profil bei Google+.

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Kommentar (1)

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