Matt Cutts macht den 302…

Wenn irgendein Typ, nennen wir ihn Matt,  an einem regnerischen Sonntag einfach ein wenig auf seiner persönlichen Webseite rumbastelt, dann ist das eigentlich keine Nachricht werden. Es sei denn, derjenige heißt mit Nachnamen Cutts und ist oberster Spamjäger bei Google.

Deshalb schauen wir uns mal etwas genauer an, was Matt am vergangenen Wochenende gemacht hat:

  • Er möchte gerne von seinem alten Provider zu einem neuen Provider. (Er sagt auch, wohin und ich denke, die Firma TigerTech wird sich über ihre Zukunft keine Gedanken mehr machen müssen…) Also hat er eine seiner Domains zum neuen Provider transferiert und dort seine Seite rüber kopiert.
  • Matt Cutts verpasst seinem WordPress-Blog das Tempalte „Thesis„, mit guten Gründen. Denn das Template ist wirklich zeitemäß und gut programmiert. Ich habe nicht alle Details überprüft – aber es fällt auf, dass sich die interne Verlinkung geändert hat – und sind nicht einige externe Links verschwunden?
  • Seine Beiträge leitet er nun mit einem 302 Redirect um. STOPPPP! Jeder predigt die 301-Umleitung! Wer also macht denn so was? Na ja, Matt Cutts eben. Warum? Er schreibt selber, dass er schauen möchte, ob es ihm gefällt, dann holt er seine eigentliche Domain (www.mattcutts.com/blog/) rüber.

Das macht natürlich irgendwie Sinn – ist aber schon ungewöhnlich. Denn – wenn er mal etwas über Backlinks nachdenken würde (was er natürlich nicht muss) – wäre das natürlich Quark. Denn diese Umzugs-Aktion wird für Aufregung und damit auch für Backlinks sorgen. Diese gehen aber auf die 302-Domain „www.dullest.com“, somit muss diese dann nach der Aktion wieder komplett auf die mattcutts.com umgeleitet werden. Das führt irgendwann zu einer unüberschaubaren Zahl von 301-Redirects. Und das kann keiner wollten.

Der einzige Vorteil: Während die Domain von einem Provider zum anderen transferiert wird, gibt es gar kein Geruckel. Aber das kann man eigentlich auch anders sicher stellen…

Nun ja, aber Matt Cutts ist nun mal nicht der seltsame Matt von nebenan, der Sonntags ein wenig Webseiten bastelt. Vielleicht hat er tatsächlich keinen Plan, wohin das führen wird und ihm war nur etwas langweilig. Er schreibt ja selber, dass für ihn ein wenig „Fun“ ist:

„Sometimes it’s fun to mix things up. It’s not as if I make any money from my blog, so I don’t mind if my search rankings drop for a while. In fact, it will be a pretty interesting experiment to see what happens with search engines and traffic.“

Aber vielleicht auch nicht. Und, ja, wir sollten das beobachten. Möglicherweise ist die Aktion dann doch noch bedeutungsschwanger. 😉

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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