Neue Filtermöglichkeiten auf Google (und was man damit anfangen kann)

In den vergangenen Tagen hat Google seine linke Randpspalte in den SERPs verändert. Hier eine kleine Übersicht, was passiert ist und was wir damit anfangen können (oder nicht):

  • Standortwahl: Ganz oben findet ihr „Wackersberg“, das ist ein Ort mit der gleichen PLZ wie Bad Tölz, eine klare Verwechslung. Aber immerhin kann ich nun meinen Standort manuell ändern.
  • Die Sprachauswahl ist nicht neu und auch nicht sehr beachtenswert. Vielleicht nur eines: Die Ergebnisse einer englischen Suche auf google.de sind etwas anderes als die Ergebnisse der google.com.
  • Die Zeitfilter sind auch unverändert. Und ich verwende sie gerne, um die Aktualität einer Seite zu checken (also mit site-Befehl und dann „Neueste“)
  • Neu ist „Websites mit Bildern„: Das ist nicht die Bilder-Suche sondern eine Suche in Seiten mit Bildern. Schaut euch das mal an (Bild weiter unten); das ist eine neue Dimension in der Images-Optimierung…
  • Leider verschwunden sind „Verwandte Suchbegriffe“ dafür steht wieder nur noch das etwas eingentümliche Wunderrad da. Ein schaler Ersatz für die Keyword-Recherche-Funktionen der „Verwandten Suchbegriffe“ sind ganz unten in der Randspalte die paar „Etwas Anderes“-Links.  Die sind neu, und zumindest ein bisschen was…
  • Mal da und mal  nicht sind „Besuchte Seiten“ und „noch nicht besucht„. Das macht die Recherche etwas schwer, weil es grad nicht da ist. Aber die Sinnhaftigkeit für User leuchtet sofort ein. Ob sich das irgendwie maßgeblich auf unsere Arbeit auswirken wird, wage ich zu bezweifeln.
  • Mehr Text: Das bezieht sich nicht darauf, dass nur Seiten mit Textwüsten angezeigt werden sondern auf die Darstellung der Suchergebnisse. Zu jeder Seite erscheint mehr Text. Das ist nicht gerade schön und ich muss noch eine ganze Weile darüber nachdenken, was ich davon halte.

Hier noch das Ergebnis, das unter „Websites mit Bildern“ erscheint. Wir sehen das nicht zum ersten mal, aber grad passt es ja gut. Hier werden also bilderlastige Seiten offenbar bevorzugt und deren Bilder auch alle dargestellt. Das ist für mich eine sehr, sehr interessante Richtung. Denn die bisherige Suche hat genau diesen „Geburtsfehler“: Auch, wenn jemand stark optisch orientiert ist, dann sucht er ja nicht nach einzelnen Bildern sondern vielleicht eher nach visuell opulent gestalteten Seiten mit vielen Bildern zum Thema. Denke ich zumindest…

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (2)

  1. Christoph

    Hallo Eric,

    etwas spät, aber besser spät als nie. 😉
    Also wenn ich von meiner Seite ausgehe, dann finde ich den „Mehr Text“-Filter gar nicht schlecht. Meiner Meinung nach bringt dieser Filter vor allem den Seiten etwas, die ordentliche Texte haben. Damit kann man den Suchenden vielleicht eher auf die Seite locken, als Amazon, Idealo und Co., da die „Großen“ meist keine schönen Texte zu bieten haben. Stattdessen stehen bei den „Großen“ meist unschöne stichpunktartige Produktbeschreibungen in den SERPS.
    Das mit dem Filter „Websites mit Bildern“ finde ich dagegen wieder weniger schön. Zukünftig wird man wohl sehr genau abwägen müssen, ob man nun lieber mehr und vielleicht sogar größere Bilder auf der Seite platziert und damit wieder an Performance verliert. Oder doch lieber auf gute Texte mit wenigen (guten) Bildern setzt und damit auch performance-technisch besser dasteht. Es wird nicht langweilig. 😉

  2. Domi

    @Christopher
    Ich sehe das sehr ähnlich wie du. „Mehr Text“ ist super, wenn man sich in ein Thema einlesen will und direkt in den SERPs erkennen kann, wo sich ein Klick lohnt.
    Gleichzeitig stellt sich natürlich wieder die Frage, wie man da künftig die Meta Description bearbeiten soll – auf mehr Text optimiert oder klassisch belassen.

    Das mit den Bildern sehe ich als Spielerei an, der praktische Nutzen ershcließt sich mir nicht ganz.

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