Unsere Checkliste für die schnelle SEO-Orientierung

Checkliste für die SEO-OptimierungZack, und wieder ist Google schlauer geworden. Mit jedem Update kommt die Suchmaschine näher an ihr Ziel, gute Seiten von schlechten, verspammten zu trennen. Und wer nicht täglich in der SEO-Welt unterwegs ist, hat schon längst die Übersicht verloren. Deshalb unsere Checkliste für die schnelle Orientierung – zur Info und zur Diskussion.

In unserer CONTENTmanufaktur reagieren wir auf die zunehmende Komplexität der Suchmaschinenoptimerung: Wir haben verstanden, dass viele Kunden mit „normalen“ SEO-Angeboten schlicht überfordert sind. Und dass Kunden, die sich schon ein bisschen auskennen, manchmal vor (oder statt) eines umfangreichen Projektes ein bisschen Navigation auf ihrer SEO-Ralley brauchen. Deshalb bieten nun wir einen „Reality-Check“ kombiniert mit einer „Wegbeschreibung“ an. Wir bieten unsere jahrelange SEO-Erfahrung im Rahmen einer sehr niedrigschwelligen Orientierungs-Beratung an, werfen einen knappen analytischen Blick auf die Webseite sowie die damit verbundenen Ziele und erläutern, was wir als SEO-Profis in dieser Situation machen würden. Das schützt die Kunden vor unnötigen Investitionen und zeigt die möglichen nächsten Schritte auf.

Also: Worauf achtet der SEO heute?

Dafür haben wir eine Checkliste entwickelt, die wir bei jedem Auftrag durchgehen. Diese ist länger geworden, als wir zunächst hofften – aber wir wollen ja ordentliche Arbeit liefern. Und mit den richtigen Tools und der notwendigen Erfahrung kann man zumindest die typischen SEO-Fehler schnell abklopfen.

Weil ich aber auch einen publizistischen Drang in mir spüre, legen wir euch hiermit diese Checkliste vor und freue mich über eure Kommentare und Bemerkungen:

Inhalt: Beantwortet die Seite die gewünschten Suchanfragen und macht ihre Struktur Sinn?

  • Umfang der Seite im Verhältnis zur Konkurrenz
  • Antwortpotential der Inhalte
  • Hierarchie / Querverlinkungen
  • Uniqueness intern/extern

Darstellung des Contents: Ist der Inhalt technisch verständlich?

  • Meta-Angaben (Title, Description)
  • Headlines
  • Bilder
  • Flash, AJAX u.s.w.

Indexierbarkeit: Kommt der Crawler an die wichtigen Seiten – und nur an diese?

  • Status-Codes
  • Redirects
  • Canonicals
  • robots-meta-Angaben
  • robots.txt
  • Interne Verlinkung (horizontal, vertikal)

Technik: Stimmen die technischen Standards?

  • Sitemaps
  • Parameter
  • HTML, CSS, Javascript
  • Mobile

Backlinks: Hat die Seite hinsichtlich ihrer Popularität eine Chance?

  • Domain-Popularität
  • Qualität der Backlinks
  • ggf. DETOX

Das zeigt uns schnell, ob eine Seite „ready for SEO“ ist und an welchen Punkten es hakt. Dabei spielt nun mal die Sinnhaftigkeit des Inhalts genauso eine Rolle wie die Technik und die Struktur. Ein Ergebnis könnte sein, dass wir dem Kunden statt umfangreicher SEO-Maßnahmen einen Relaunch nahe legen. Oder, dass wir statt einem teuren SEO-Tool mehr Liebe zu den veröffentlichten Inhalten empfehlen. Vielleicht sollte er sich auch zu allererst um seine miesen, alten Backlinks kümmern. In jedem Fall setzen wir in dem darauf folgenden Beratungsgespräch den Kunden auf die Schiene. Wenn er das will…

Lässt sich das alles eben mal checken?

Und, klar: Selbstverständlich ist das kein Prüfprotokoll einer SiteClinic. Es ist schlicht unmöglich, alle Meta-Angaben zu checken und den 404-Fehler auf die Spur zu kommen. Aber wir trauen uns ein guten ersten Eindruck zu, wenn wir diese Punkte an typischen Seiten prüfen. Und das ist auch keine Keyword-Recherche oder gar ein Strategie-Workshop. Solche Produkte sehen ganz anders aus. Aber mit einem Crawl der Seite, den richtigen Tools und einem klaren Blick für das Wesentliche lassen sich unserer Meinung nach die typischen Fehler abklopfen. Das ersetzt keine tiefe Analyse – aber zeigt, ob der Kunde auf dem richtigen Weg ist und an der richtigen Adresse klingelt.

Natürlich hat zum Beispiel der Punkt „Antwortpotential der Inhalte“ viel Interpretationsspielraum in sich. Aber in meinen Augen ist es wichtiger, die Inhalte mit bloßem Auge und kritischen Verstand daraufhin zu prüfen, ob die User damit zufrieden sein können, als umfangreiche WDF*IDF-Analysen oder anderen technischen Voodoo anzuwenden. 

Ich bin gespannt…

Und, ja, wir müssen erst noch prüfen, ob wir all dies in der knappen Zeit so hinbekommen, dass wir selbst damit zufrieden sind. Vermutlich dauert  am Ende die Analyse viel länger, als (von uns) gewünscht und wir müssen bald die Preise nach oben setzen. Aber ich wollte unbedingt ein niedrigschwelliges Orientierungs-Angebot. Es hilft ja vielen Webseitenbetreibern nichts, wenn wir dazu bereit sind, ihnen die SEO-Welt zu erklären – aber niemand den Preis dafür zahlen kann oder will.

Mich würde interessieren, was ihr davon haltet. Fehlen aus eurer Sicht wichtige Punkte? Und was können wir weglassen?

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentar (1)

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