Briefing für Autoren: Suchradar & mehr

Autoren Briefing, SuchradarIm neuen Suchradar findet ihr einen Artikel, den ich über das perfekte Briefing für Autoren geschrieben habe. Um euch die Lektüre ein bisschen schmackhafter zu machen, könnt ihr hier schon mal ein paar Appetizer lesen. Und mehr…

Ich habe den Artikel vor einigen Wochen geschrieben. Kennt ihr das? Man liest einen Beitrag nach einer Weile wieder und plötzlich fallen einem noch mehr Details ein, die man noch ergänzen könnte. Im Web ist das ganz einfach: Artikel aktualisieren und veröffentlichen. Und Google hat einen dafür auch noch lieb. Aber im Suchradar kann ich nichts mehr ändern. Deshalb bekommt ihr die Ergänzungen hier:

Mehr über die Zielgruppe

Worauf ich nicht so genau eingegangen bin, ist die Zielgruppe. Euer Autor muss wissen, für wen er die Texte schreibt. Je genauer er das weiß, desto besser kann er sich in die Bedürfnisse des Lesers einfühlen. Was will der User wissen? Bei welcher Gelegenheit könnte er die Information, die in dem Artikel steht, brauchen? Allerdings kann man sich mit Angaben wie „Frauen zwischen 25 und 55“ wenig in den Leser einfühlen.

Deshalb: Denkt bei der Zielgruppe weniger in Gruppen als in Personen. Überlegt euch den typischen Benutzer eurer Produkte. Vielleicht reicht einer nicht aus und ihr müsst mehrere Personas definieren. Der Autor wird es euch danken.

Welche Angaben charakterisieren einen typischen Anwender?

  • Geschlecht
  • Alter
  • Ausbildung
  • Familienstand
  • Beruf
  • Hobbys
  • Wünsche und Erwartungen an das Produkt
  • Vorlieben und Abneigungen

Und woher bekommt ihr diese Infos? Vermutungen sind hier eben nur Vermutungen, besser ist es, wenn ihr auf eine Marktforschung zurückgreifen könnt. Oder ihr kennt euren „typischen“ Kunden aus der langjährigen Kundenkommunikation. Ich denke, wer sein Geschäft mit Herzblut betreibt, wird auch seine Zielgruppe kennen. Und je mehr ihr von eurem Wissen an den Autor weitergebt, desto gezielter kann dieser formulieren.

Mehr über WDF*IDF

Auch beim Thema WDF*IDF will ich euch noch etwas mehr vermitteln als das, was im Suchradar steht. Gestern waren wir bei Searchmetrics zu Gast und Marcus Tober hat einen sehr interessanten Gedanken formuliert:

Was passiert, wenn ich meinen Artikel nach WDF*IDF optimiere? Dann verwende ich die Begriffe, die ALLE anderen auch verwenden. Jedenfalls die, die auch mit einem WDF*IDF-Tool arbeiten. Aber wodurch soll ich mich dann hervorheben und vor allen anderen bei Google auszeichnen? Schließlich will ich ja besser sein als die anderen. Also brauche ich noch mehr und darüber hinaus gehende, relevante Begriffe, die ich in meinen Artikel einarbeite. Übersetzt heißt das: Es bringt nichts, alle Aspekte zu behandeln, die schon überall stehen. "Holistisch" im Sinne der Optimierung zu sein. Nein, ich brauche neue, andere, spannende Inhalte, die eben noch nicht überall zu finden sind.

Kleiner Exkurs für Shopbetreiber

Bei Kategorieseiten-Texten empfehle ich euch: Kümmert euch regelmäßig um ein Update der Texte. Das findet Google ohnehin gut, wenn sich regelmäßig was tut. Ihr wisst ja: Freshness rules! Aber so bringt ihr auch tollen Inhalt, den andere noch nicht haben. Gerade bei Produkten ist das eigentlich ganz einfach: Beobachtet die Veröffentlichungen der Hersteller, deren Pressemitteilungen. Und bezieht euch auf deren News zu z.B. Material, Design, Kollektion. Und habt ihr schon mal geguckt, was die User in Foren posten im Hinblick auf das jeweilige Produkt? Auch da können gute Infos dabei sein. Ja ja, ich weiß, das macht Arbeit und kostet Geld. Ihr müsst ja nicht ALLE Kategorien in der Form pflegen, sondern nur eure wichtigsten.

Mehr als WDF*IDF

Zurück zum Autoren-Briefing: Wie findet ihr nun die Begriffe, die über die WDF*IDF-Analyse hinausgehen? Das heißt, die Aspekte, die ihr im Text zusätzlich berücksichtigen sollt? Guckt zum Beispiel, was euch Google in den verwandten Suchanfragen am Ende der ersten Suchergebnisseite anbietet. Oder was spuckt Google beim Eintippen des Keywords aus, sprich Google Suggest? Oder im Keyword-Planer? Das sind zwar die Mittel der "alten" Keyword-Recherche. Aber die sind ja nicht schlecht, sondern werden nun von anderne Metriken ergänzt.

Und am Schluss hilft vor allem eines: Nachdenken, kreativ und empathisch sein und so herausfinden, was die User sonst noch interessiert. Das ist immer der beste Weg zu einem großartigen Inhalt!

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Elisabeth

Elisabeth ist der andere Chef der CONTENTmanufaktur GmbH. Sie verantwortet den redaktionellen Teil der Agentur.

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