Was ist eigentlich Content Marketing?

Ein neues Buzzword im Online-Marketing macht die Runde, das so genannte Content Marketing. Das machen jetzt alle – und wir machen auch mit. Aber gibt es das nicht schon längst? Was versteht man denn eigentlich unter Content Marketing?

Content Marketing

In der Wikipedia gibt es den Begriff nur in englischer Definition:

Content marketing is an umbrella term encompassing all marketing formats that involve the creation and sharing of content in order to engage current and potential consumer bases. Content marketing subscribes to the notion that delivering high-quality, relevant and valuable information to prospects and customers drives profitable consumer action. Content marketing has benefits in terms of retaining reader attention and improving brand loyalty.

Die Anziehungskraft von gutem Content wurde schon immer genutzt

Und sofort fühle ich mich an meine Zeiten in der Online-Redaktion zurückversetzt. Wir haben im Grunde genau das gemacht, und zwar schon vor zehn Jahren. Printmagazine haben zu jener Zeit ihre Entsprechung im Netz auf die Beine gestellt, attraktive Werbeumfelder durch hochwertigen, wertvollen und spannenden Content geschaffen und von den Anzeigen gelebt. Das bedeutet: Schon lange wird auf die Anziehungskraft von gutem Content gebaut. Naja, ein bisschen anders ist der Grundgedanke von Content Marketing ja schon. Denn jetzt sind die Unternehmen selbst dran.

Auch wenn’s schwer fällt – verkaufen kommt später

Mit Content Marketing werden Unternehmen zu Online-Publishern und locken die User mit tollen Inhalten auf ihre Plattform, ohne sie sofort zum Kauf zu animieren. Nein, die User sollen sich zunächst informiert, unterhalten und gut aufgehoben fühlen, damit eine brand loyalty aufgebaut wird. Und dann erst kaufen… Das Konzept ist nicht neu, aber in einen neuen Zusammenhang gesetzt. Früher haben Brands auf redaktionellen Seiten wie freundin.de oder brigitte.de so genannte Advertorials gebucht: Schöner Content mit der Marke mitten drin – und mehr oder weniger deutlichen Aufforderungen zum Konsum. So manch große Brands haben sich auch schon mal ihr eigenes Online-Magazin geleistet. Eine große Erfolgsstory dazu fällt mir jetzt aber nicht ein. Häufig waren die Seiten auf bestimmte Kampagnen ausgerichtet und mit Ablauf dieser auch wieder passé.

Content Marketing geht anders

Der Gedanke des Content Marketing ist dieser: Unternehmen kaufen sich redaktionelle Specials, wertvolle, unterhaltsame, witzige und gut geschriebene Texte und binden diese auf ihrer Webseite ein. Aber das ist noch nicht alles. Damit das Content Marketing wirklich funktioniert, muss noch ein bisschen mehr passieren. Und das Ergebnis kann sich langfristig sehen lassen.

Doch von vorne – was ist zu tun?

  • Denk dir einen Content aus, den deine Kunden und User etc wirklich gut brauchen können. Und sei nicht geizig mit deinem Wissen, denn Wissen findest du sowieso schon im Netz zu allem überall. Dann sollen es die Leute lieber bei dir lesen, oder?
  • Sag draußen Bescheid, dass du jetzt einen genialen Inhalt auf deiner Seite hast. Eine Pressemitteilung und gezielte Ansprache von Branchen-Blogs sorgen nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern auch für Links.
  • Überhaupt, die Links: Deine ganze Webseite kann von diesem tollen Content profitieren, denn er zieht im Idealfall die Links an wie Honig die Bienen. Der positive Effekt zeigt sich im Traffic und im Ranking.
  • Deinen tollen Content musst du hegen und pflegen. Denn sonst wird er schnell oll. Nach dem Freshness Update haben wir gelernt, dass es Sinn macht, die Inhalte immer wieder zu aktualisieren – sollten die Keywords dieses Contents zu denjenigen gehören, die regelmäßig eine Erfrischung brauchen.

Altbekannt und trotzdem super

Im Klartext: Im Content Marketing treffen sich altbekannte Diszplinen wie guter Info-, Unterhaltungs- und auch Fach-Journalismus und klassische PR. Das Ganze noch fürs Netz konfektioniert, und schon hat man ein sehr nachhaltiges und hochwertiges Marketing- und Linkbuilding-Instrument. Die schnelle Kohle lässt sich damit aber nicht machen. Hier geht es um langfristige Kundenbindung, um Service, um das Zeigen von Kompetenz und das gewisse je ne sais quoi, anders ausgedrückt, die Botschaft „Wir haben unseren Kunden mehr zu sagen“. Der Content kann dabei ganz unterschiedlich aufbereitet werden: Die Klassiker sind Blogs, Bestenlisten, Interviews, redaktionelle Specials, Bilder und Videos uvm.

Wir machen Content Marketing mit „Editorial Content“

Wir wären ja nicht die CONTENTmanufaktur, wenn wir das nicht auch anböten… Bei uns heißt das „Editorial Content“, denn Babys können wir auch taufen;-) Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Zum Beispiel profitieren mittelständische Unternehmen mehrfach von nützlichem „Editorial Content“. Der Arzt, der sich speziell mit einem Dossier an eine Patientengruppe richtet, der Rechtsanwalt, der Checklisten für den Hauskauf anbietet usw. schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe:

Der Anbieter erreicht damit eine bestimmte Zielgruppe. Und zwar genau die potentiellen Kunden aus  seinem Lieblingskundenkreis. Außerdem ist Editorial Content perfekt dazu geeignet, um in Blogs und Foren verlinkt zu werden und damit die Sichtbarkeit der Webseite in der Suchmaschine zu steigern. Und: Editorial Content bietet Google viel Angriffsfläche für die Suche. Denn: Wer schlau ist, denkt hier die Keywords gleich mit!

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Elisabeth

Elisabeth ist der andere Chef der CONTENTmanufaktur GmbH. Sie verantwortet den redaktionellen Teil der Agentur.

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Kommentare (2)

  1. Christian Neumann

    Dieser Beitrag gefällt mir sehr gut und verdeutlicht, um wie viel wichtiger Content Marketing heute besonders im Internet Marketing ist, als es im klassischen Marketing schon der Fall war. Ergänzend möchte noch hinzufügen, dass Content Marketing im Internet auch immer mit Keyword Marketing verbunden werden sollte, wie im Beitrag auch schon kurz erwähnt. Denn kommerzielle dienliche Blogbeiträge verfolgen ja auch immer das Ziel, durch gezielte Einstreuung von Keywords, das eigene Website Ranking zu stärken. Das ist manchmal ein Spagat zwischen textlicher Qualität und SEO tauglichem Text. Ich habe hierüber ein Buch verfasst, unter http://www.internetgeschaeft24.de wie Unternehmen Ihre Marke stärken und im Internet mehr Geld verdienen können, wenn Sie insbesondere gute targetierte Keywordtexte verfassen und im Netz publizieren.

  2. Klaus Neumann

    Bin schon wieder viel zu lange auf der Seite. Die besten Artikel entstehen m.E. wenn der SEO-Gedanke mal zur Seite geschoben wird und mit Freude am Thema geschrieben wird.

    Gruss
    Klaus

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