domain.de und domain.com: Wer gewinnt?

SEO-FrageFrage: Ein Mitbewerber hat die gleiche Domain wie ich. Er hat die „domain.com“ und ich die „domain.de“. Wie wird sich das auf die Google-Ergebnisse auswirken? Wir beide bieten das gleiche Produkt an.

Oder mache ich mir da zu große Gedanken?

Antwort: Ja! Du machst dir jedenfalls zu viele Gedanken um die Domain. Ganz grob gesagt, sollten die .de- und die .com-Domain praktisch die gleichen Startbedingungen bei Google haben. Es kommt also darauf an, was du daraus machst. Das gilt übrigens auch für .net und .org (aber, siehe unten). Eine .co- oder .info-Domain würde ich nur mit Vorsicht zum Leben erwecken. Wobei ich einige extrem gut funktionierende .info-Domains kenne… Es kommt vermutlich gar nicht so dolle auf die TLD (Top Level Domain) an.

Andererseits, schau dir mal diese Domain-Endungen an:

  • .biz
  • .ru
  • .me
  • .li
  • .中国

Was denkst du, wenn du auf eine Seite mit diesen TLDs kommst? Meist tragen solche TLDs nicht gerade zum Vertrauen der „normalen“ User bei, würde ich sagen. Das kann bei den neuen Endungen (.tattoo, .music, .hotel u.s.w.) anders sein – wenn sie dann zum Thema passen. Aber das wird sich erst noch zeigen. Auch schon .net oder .org können für manche User etwas ungewöhnlich wirken. Und „ungewöhnlich“ ist im möglichst einfachen und conversion-starken Online-Marketing meist eine schlechte Strategie.

Deshalb halte ich für deutsche Webseiten immer noch die gute alte .de-Domain für die beste. Und die hast du. Glückwunsch also!

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (2)

  1. ronnym1982

    Da würde ich nur bedingt zustimmen. Schaut man sich einmal die letzten Google Updates an, dann ist eines ziemlich offensichtlich: Google legt immer mehr Wert auf die User Experience einer Site. Und wenn ein User nach deutschem Content sucht, erwartet er idR auch eine .de-Domain. Das ist eben auch ein Fall von guter User Experience. Denn die TLD sagt auch immer etwas über die Herkunftssprache aus. Nicht umsonst haben erfolgreiche Sites wie eBay oder Amazon TLDs für das jeweilige Land und lassen nicht alles auf einer .com-Adresse laufen. Zitat Matt Cutts: „We do take the Top Level Domain as a very strong indicator…“ hier im Video https://www.youtube.com/watch?v=q0k6BBgQgqM

    Insofort ist deutscher Content auf einer .de-Domain immer besser. Wenn man aber ein .com-Domain mit richtig guten Content füttert und ein entsprechend deutsches Linkprofil dahinter hat, kann diese Domain ebenfalls gut Ranken. Der Vorteil liegt aber klar auf der jeweiligen Landesdomain.

  2. 12times

    Hallo und danke für den informativen Artikel!

    Wie sieht es denn mit reinen Contentportalen – als beispielsweise Magazinen oder Infoportalen – aus, die nicht nur Deutsche sondern auch über die deutschen Grenzen hinaus deutschsprachige Österreicher und Schweizer ansprechen und erreichen sollen? Wählt man in diesem Fall eine .de oder doch eine .com-Domain?

    Den .de-Vorteil würde eine solche Seite ja nur auf google.de genießen, jedoch nicht auf google.at oder google.ch. Wäre da nicht die .com besser? Oder hab ich da einen Denkfehler…

    Über weitere Meinungen wäre ich sehr dankbar!

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