Linkaufbau-Manual für Einsteiger. (Teil 1 – Einführung)

Manual: LinkbuildingSEO ist eine eigentlich eine handwerkliche Arbeit und besteht aus ziemlich genau drei Teilen: Ich brauche gute und strukturierte Inhalte, die für den Robot technisch optimiert ausgeliefert und gut von außen verlinkt sind. Das hat alles wenig mit Voodoo zu tun, sondern mit Wissen, Erfahrung und Arbeit. Deshalb holt sich mancher Webseitenbetreiber einen professionellen Google-Optimierer aus dem gleichen Grund ins Team, weshalb man das Auto zur Werkstatt fährt oder den Schrank beim Schreiner bauen lässt: Die können das einfach besser, weil sie den ganzen Tag nichts anderes tun…

Doch mindestens beim Linkbuilding scheint aber auch ein wenig Voodoo im Detail stecken. Jedenfalls, wenn man mit den professionellen Linkbuildern spricht. Denn jeder Automechaniker steckt fürchterlich gerne seinen ölverschmierten Kopf mit dem Kunden unter die Motorhaube und erklärt oft allzu genau was eigentlich kaputt und was dafür die richtige Therapie sei. Der Linkbuilder arbeitet dagegen lieber im Verborgenen und möchte nach erfolgter Arbeit in der Regel nicht einmal sagen, wo er Links gebaut hat. Er murmelt auf die Frage, was er denn genau mache, so etwas wie „Hauptsache, es funktioniert“, „die wirklich guten Links brauchen Monate, bis sie wirken“, „kann kein umfassendes Reporting liefern weil geheim“. Und das manchmal (!) aus gutem Grund:

  • Denn erstens sind gute Links tatsächlich häufig echte Geheim-Tipps die man halt nicht preis geben möchte.
  • Zweitens will man hierbei der Diskussion mit dem Kunden aus dem Weg gehen, der möglicherweise das Wesen des Linkbuildings nicht verstanden hat und nicht möchte, dass seine Seite z.B. von Seiten der Konkurrenz verlinkt werden.
  • Andererseits: Gehört der Linkbuilder zu den eher zwielichtigen Gestalten im Business (und, ja, davon gibt es einige), dann will er einfach nicht sagen, was er gemacht hat, weil das niemals einer Prüfung hinsichtlich Nutzen und Kosten stand halten würde.

In jedem Fall umweht ein mystischer Nebel das Geschäft des Verlinkers. Mindestens gehört dazu eine ganze Menge Fachwissen das man dann nachher auch nicht mehr preis geben möchte. Und auch das ist auch verständlich: Denn leider scheint es auf Kundenseite vermehrt üblich zu sein, bei Erst-Terminen mit SEOs möglichst viel Wissen abzugreifen – um das dann erstmal „kostensparender“ selber zu optimieren. Das ist leider unsere qualvolle Erfahrung der letzten Jahre.

Wie auch immer, trotzdem: Da der Aufbau von Backlinks meist die teuerste Komponente in einer SEO-Strategie ist, versuchen wir unserem Kunden die ganze Sache erstmal zu erklären. Dann kann er nachschauen, was der hierbei selber machen kann und/oder die Entscheidung treffen, diese komplexe und zeitintensive Aufgabe auszulagern.

Linkbuilding Manual

Im Grunde ist es nämlich mit dem Linkbuilding dann doch so unmystisch wie mit dem Erstellen von Inhalten oder dem Reparieren von Autos: Handwerk! Doch wer es nicht gerade zu seinem Kerngeschäft machen möchte, hat verdammt gute Gründe es an einen Profi auszulagern. Ich selber habe in den ersten Jahren mit Führerschein meine Autos selber repariert. Irgendwann wurden meine Autos aber auch komplexer und habe ich gemerkt, dass ein Profi in der Werkstatt das erstens schneller macht und ich – etwa nach dem Wechseln der Bremsen – ein besseres Gefühl danach habe 😉

Die nächsten paar Wochen werde ich deshalb hier auf dem SEO-Book nutzen, in einer kleinen Serie das Linkbuilding ein bisschen zu erklären – zumindest das, was ich darüber weiß. Aber nicht, ohne zuvor an zwei Adressen einen Gruß auszusprechen:

Liebe SEO-Branche: Ich weiß, dass man Linkbuilding nicht in fünf Blog-Posts erklären kann und diese Serie deshalb größtenteils im Allgemeinen bleibt. Und ich weiß auch, dass das Wissen der Richtig-Super-Könner in diesem Bereich gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. Aber nicht jeder Kunde hat 5.000 €/Monat für Linkbuilding übrig. Ein Großteil der Arbeit ist ohnehin rein handwerklicher Art und keine Gefäßchirurgie. Gerade so ein heikles Thema wie Linkbuilding sollte man möglichst transparent angehen wenn man in einem professionellen Marketing-Umfeld arbeiten möchte. Nur dann werden viele bereit sein, dies einen Profi machen zu lassen, um sie eine Menge Arbeit zu sparen und Risiken zu vermeiden.

Liebe Kunden und Seminarteilnehmer: Die Optimierung von Webseiten ist kein Hobby oder eine Nebentätigkeit für Aushilfen sondern hat viel mit Wissen, Erfahrung und Können zu tun. Wenn man durch die Lektüre einiger Blogs und dem Besuch einer Konferenz ohne weitere Kosten beliebig viel Reichweite via SEO generieren könnte, wäre das wohl ein Widerspruch in sich selbst. Und trotzem: SEO, auch Linkbuilding, ist keine Zauberei – aber braucht Zeit und Investment (egal ob intern oder extern). Aber es gibt keinen Grund, nicht selber mal zu schauen, was man da machen kann.

Folgende Kapitel habe ich mir vorgenommen:

  1. Einführung
  2. Wie viele Links man braucht
  3. Woher man diese Links gerne haben möchte
  4. Wie man beim Linkbuilding vorgehen kann
  5. So sieht ein korrekter Link aus
  6. Tools zum besseren Durchblick
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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (5)

  1. Domi

    Sehr schön, ich freue mich auf diese Artikelserie 🙂

  2. Lars Heinemann

    Ich freue mich auch auf die Artikelserie.

    Ich persönlich gebe auch nicht gerne Details meiner Zauberei preis.

  3. Pingback: SEO – Links aufbauen « SEOMarketing.H

  4. Pingback: links for 2010-10-04 « Helmis Social Log

  5. Alfons Tender

    Hallo zusammen!

    Vielen Dank Herr Kubitz für diesen Artikel.
    Zum Thema „Details preisgeben“ und „geheime Tricks“ möchte ich sagen, dass 90 Prozent mit den gleichen Techniken arbeitet und man nicht so eine große Welle draus machen sollte, aber ansonsten gefällt mir der Bereich des SEO und SEM.

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