Misstrauen statt Blogspam: Schutz vor miesen Linkaufbau-Agenturen

linkaufbau in echt schlechtDas macht allen nur Arbeit und bringt nix: Noch immer müssen wir hin und wieder die URLs von Kommentaren löschen, weil die deutlich Linkspam sind. Schlimm, dass offensichtlich viele davon wohl sogar im Kundenauftrag erstellt wurden. Deshalb, liebe Linkagentur-Kunden: Vermeidet miesen Linkaufbau!

Der Kommentator mit dem Namen „McDonalds-Gutscheine“ ist ein Cleverle und glaubt vermutlich, einiges richtig gemacht zu haben: Er hat bei einem eher älteren Beitrag kommentiert und dort auch etwas „beigetragen“ – sieht also nicht auf den ersten Blick nach Spam aus. Und trotzdem: „McDonalds Gutscheine“? Du musst der Bruder von Peter Poker und der Neffe von Spam-Legende Bernd Sonnensegel sein. Sag mal, hälst du uns für doof?

Im Ernst: Noch immer gibt es Seitenbetreiber und – schlimmer – Linkaufbauagenturen, die mit Blog- und Forenspam dieser Art Geld verdienen möchten. Hier einige Gründe, warum das Schwachsinn ist:

  • Es dürfte nur noch wenige Blogbetreiber geben, die Kommentarspam nicht löschen.
  • In der Regel sind diese Kommentarlinks „nofollow“.
  • Und wer damit durch kommt, hat am Ende ein derart mieses Linkprofil, dass aus jedem friedlichen Pinguin ein wilder Penalator wird.
  • Der Kommentarlink von einer SEO-Seite ist definitiv nicht das, was Google dazu bringt, eine Gutscheinseite besser zu ranken.
  • Außerdem empfehle ich, mal das System unseres Kommentarsystems anzuschauen…

Wie auch immer: Ich rechne gar nicht damit, dass Kollege „McDonalds Gutscheine“ das hier liest. Ich möchte aber mögliche Kunden vor Linkaufbau-Agenturen schützen, die sich so etwas auch noch bezahlen lassen. Eine solche Geldverschwendung kann man vermeiden:

  1. Misstraue jeder Agentur, die für dich Links aufbauen möchte. Die guten werden das verstehen.
  2. Frage nach ihrem Konzept („Wie werden wo Links aufgebaut?“).
  3. Lass dir vorher Beispiellinks zeigen. Wenn sie das nicht tun, beende das Gespräch.
  4. Vereinbare vertraglich eine vollständige Liste aller aufgebauten Links. Du solltest detailliert erfahren, was du bezahlt hast. 
  5. Misstraue jedem Link, der für dich aufgebaut werden soll. Das klingt übertrieben – ist es aber nicht.
  6. Vergiss billigen Linkaufbau. Den kann es einfach nicht geben.
  7. Definiere und regle die Rücktrittskonditionen. Und zwar so, dass du jederzeit sauber raus kommst.

Und: Lass dich nicht von einzelnen Top-Positionen oder tollen Projekten blenden. Denn wer weiß, ob die Agentur für dich genauso arbeitet…

Das wollte ich aus aktuellem Anlass nur mal los werden.

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (5)

  1. klickitseo

    Gerade aus dem amerikanischen kommen immer noch Spam Kommentare ohne Sinn und Verstand. Viele werden glücklicherweise ja schon automatisch gekillt.
     
    Das mit solchen Links immer noch Geld zu verdienen ist finde ich echt erschreckend.

  2. vanSEO

    Peter Poker… lol! Das ist doch der Cousin von All-in Karre, oder? Hehe, sehr gut. Also an Bernd Sonnensegel kann ich mich auch noch gut erinnern, aber Peter Poker kannte ich bisher noch nicht. 😉

  3. alexanderholl2410

    Hallo Eric,
    besonders schön fand ich auch MarkIsen, sah damals auf manchen Blogs aus wie Mark Isen.
    Eine Frage was haltet Ihr davon als Abrechnungsmodell zum Thema Linkaufbau nur Linkks zu honorieren, die in Analytics als „Referrals“ ausgewiesen werden. Der Vorteil wäre hier:  nur gute Links bringen auch echten Traffic. Ich muss aber meiner Agentur keine Anweisungen mehr geben, welche LInks Sie aufbauen sollen, sondern honoriere eben nur Links, die Traffic bringen. Ist das operativ umsetzbar, wird das nach Eurer Erfahrung gemacht?
    Beste Grüße und bis bald
    Alexander

  4. eric108

    @alexanderholl2410 Mark Isen? Großartig!
    Das mit den „Referrals“ ist ein super Idee. Wobei es für die Linkaufbau-Agentur natürlich nicht besonders schwer sein würde, diese selbst zu, äh, „generieren“. Bei einem halbwegs vernünftigen Linkpreis kann man schon mal Studenten damit beschäftigen… Und dann zahlt der Kunde für den Aufwand, besch… zu werden. Der Gedanke ist trotzdem sehr, sehr gut – denn man kann das ja auch nur begrenzt vorspielen.
    bis bald, eric

  5. Pingback: www.clemsondeckbuilders.com/

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