Das neue OnPage-SEO für Texte

Endlich! Mit all seinen Panda-Iterationen hat uns Google nun ausreichend gezeigt, dass bei der Onpage Optimierung ein Buchstabensalat mit eingebautem Keyword weder sinnvoll noch nützlich ist. Viele neue Faktoren machen einen normalen Text zu einem guten SEO-Text. Hier eine Checkliste der neuen SEO-Faktoren für Inhalte.

Während es im klassischen OnPage-SEO darum ging, möglichst lange Texte möglichst ausführlich mit dem Keyword zu versehen und vielleicht ein wenig über Nebenkeywords nachzudenken (aktuelle Checkliste weiter unten) geht es heute mehr um die Aufnamhefähigkeit des Users statt um den Robot. Im Grund lassen sich alle Punkte auf die Frage reduzieren: Wie bekomme ich den User auf meine Seite und halte ihn dort. Am besten erledigt man das mit interessanten Inhalten und einer guten Strukturierung der Seite.

Hier die neuen OnPage-Faktoren für Texte

  1. Zum Keyword passender Title-Tag (für die SERPs)
  2. teaserartige Description (für die SERPs)
  3. Top-Headline die zum Lesen auffordert
  4. Dachzeile (wenn das Keyword nicht in der Headline ist)
  5. viel sichtbarer Inhalt „above the fold“
  6. hervorgehobener Vorspann (Zusammenfassung des Beitrags)
  7. Zwischenüberschriften (zur Strukturierung des Beitrags)
  8. Verständliche Sprache:
    – eine Aussage pro Satz
    – keine Schachtelsätze
    – keine Worthülsen
    – aktiv, informativ, auf Sprachniveau der Zielgruppe
  9. Fazit mit Zusammenfassung
  10. Handlungsaufforderung
    – Related Content
    – Social Media

Das klingt nach Arbeit? Richtig, das IST Arbeit. Allerdings notwendige Arbeit. Denn zum Beispiel die Zusammenfassung des Beitrags im Vorspann gibt einem Kurzbesucher eurer Webseite die Möglichkeit zu entscheiden, ob er den Beitrag gerne lesen möchte. Allerdings wird er diesen Vorspann gar nicht lesen – wenn ihn nicht schon die Headline fesselt. Deshalb sind Überschriften nach dem Muster „Keyword!“ wenig hilfreich. Und so kommt eines zum anderen.

Die klassischen SEO-Faktoren

Bei aller Begeisterung für diese Webseiten-Leser-Bindung darf man aber auch die klassischen Faktoren nicht aus dem Blick verlieren. Denn immer noch ist der Google-Robot ein wichtiger Teil der Zielgruppe. Und damit er verstehen kann, was auf der Webseite passiert, müssen wir auch für Ihn ein wenig mit-denken:

  1. Keyword in der Headline (oder Dachzeile)
  2. Keyword im Title-Tag
  3. Keyword im Description-Tag
  4. Keyword im ALT-Tag der Bilder und ggf. in der Bildunterschrift
  5. Keyword im Vorspann
  6. Zwischenüberschriften mit Nebenkeywords
  7. Korrekte Keyword-Verteilung im Text
  8. Variationen des Keywords
  9. Nebenkeywords
  10. Keyword nicht im Anchor-Text von Links verwenden

Und was fehlt? Genau: Die Keyword-Density. Wer heute noch mit einer Keyword-Dichte von um die fünf Prozent arbeitet, sollte mal seine Sensoren neu justieren. Hierfür gibt es das alte, aber neu entdeckte Konzept des WDF*P*IDF. Ebenso ist es unsinnig, möglichst viel Text über die Seite auszugießen. Kategorie-Text zu „Cowboystiefeln“ über 400 Wörter? Wahnsinn! Also, merke: Weder Keyword-Density noch die Länge der Texte ist wichtig. So lange man nicht wesentlich weniger Inhalt hat als die direkte Keyword-Konkurrenz, kann man ganz locker bleiben.

…und immer an den User denken

Es ist banal, aber wahr: So lange man die Basis (siehe hier die Liste der klassischen Faktoren) ordentlich im Griff hat, sollte man sich nur noch um die Frage kümmern, was der User eigentlich von dieser Seite hat. Denn Google hat es geschafft, dass dieser ins Zentrum der OnPage-Maßnahmen rückt.

Natürlich gibt es Ausnahmen, also Seiten, die trotz guter, alter Haudrauf-Onpage-Optimierung gut ranken. Doch die setzen auf einen Bug bei Google. Und angesicht der Entwicklungsgeschwindigkeit der Suchmaschine würde ICH mein Geschäftsmodell NICHT auf Google-Bugs aufbauen.

Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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