Frame-Breaker: Vorsicht beim Einsatz!

Eigentlich war die Lage recht klar, deshalb habe ich das mit einem aktiven Projekt getestet: den Einsatz eines Frame-Breaker. Doch das hätte ich mal lieber nicht mit einer Lieblingswebseite gemacht. Denn ganz offensichtlich, stört Google der Einsatz eines solchen Javacripts. Die Kurve des Traffics von Google Images sieht jedenfalls so aus:

Es handelt sich hier um Wochenzahlen. Die Werte sind nicht sonderlich hoch und ich habe sie entfernt. Aber der Trend ist klar: Ich habe den Frame-Breaker am 11. Januar eingeschaltet…

Worum geht es eigentlich genau?

Viele ärgern sich, dass User etwa über Google News kommen und das sieht dann so aus:

Hier wird die eigene Seite von einem Frame „gefangen gehalten“. Dies machen ja auch Social Medias oder URL Shortener so ähnlich und rufen eine Seite innerhalb eines eignen Frames auf.

Wer das nicht möchte, kann das mit einem kleinen Stück Javascript vermeiden. Ich habe dieses hier verwendet, und es tut genau, was es soll:

<script language="JavaScript" type="text/javascript">
if (top.location != self.location) top.location = self.location;
</script>

Wird auf der Ergebnisliste von Google Images auf ein Bild geklickt, wird kurz der Frame aufgerufen, aber meine Seite drängelt sich schnell nach vorne. Google Images ist verschwunden, meine Test-Seite ist im Browser.

Nun hat die Suchmaschine entweder sein Verhalten geändert, oder die Situation ist nicht so klar, wie sie schien: Google mag meinen Frame-Breaker nicht. Es wurde zwar in dieser Zeit die Zahl der Bilder im Index erhöht (könnte ihr abfragen mit http://images.google.de/images?q=site%3Ameinedomain.de) aber mit der Positionierung sieht es offensichtlich (siehe oben) schlecht aus.

Ich habe nun den Frame-Breaker wieder ausgeschaltet und auf einer zweiten Domain einen Test gestartet und werde euch berichten, wie es weiter geht.

Wie sind eure Erfahrungen?


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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (7)

  1. Marc

    Gibt es nicht die Möglichkeit, den Framebuster nur bei bestimmten Seiten zu laden? Also nur wenn der Besucher von ow.ly, yigg und Konsorten kommt?

  2. Eric Kubitz (Beitrag Autor)

    Gute Idee, das gibt es sicher. Aber dafür bin ich nicht Coder genug und mir wäre das auch zu heikel 😉

    eric

  3. Alex

    Mich würde interessieren, ob sich das Surfverhalten der User durch einen solchen Framebreaker wirklich ändert.
    Manche Layer-Anbieter wie AdPArk.de nutzen ja solch einen Code direkt im Layerscript. Wie sich das dort bei der Kooperation mit Google verhält, müsste man auch mal testen.

  4. Fabio

    Selbst wenn man das JavaScript so gestaltet, dass es nur bei Framesets bestimmter URLs anspringt (und bei Google eben nicht), bleibt folgendes Risiko: Google „bestraft“ nicht das aktivwerden eines Framebreaker-Scripts, sondern bereits das bloße Vorhandensein im Quelltext.
    Man müsste den Code also derart gestaltet, das das Script für Google nicht nur inaktiv bleibt, sondern für Google gar nicht erst sichtbar wird. Das erhöht den Aufwand schon deutlich.

  5. StefanNo.

    Man könnte alternativ hierzu (bei transitionalem HTML) target=“_top“ in die Links schreiben und würde damit JavaScript vermeiden.

  6. Eric Kubitz (Beitrag Autor)

    Kleine Bemerkung: Nach Ausbau des Framebusters ist der Traffic von Google Images wieder auf den früheren Stand zurück gegangen.

  7. matth

    Ich habe das Script seit einem 3/4 Jahr auf verschiedenen Websites, teilweise komplett (im CMS) wie auch partiell (auf statischen Seiten) laufen.
    Aus SEO Sicht kann ich keinen Nachteil erkennen. Siehe auch: http://www.tagseoblog.de/framebreaker-javascript-fazit-google-test
    Ist auch für Digg (Bar) und Konsorten gut.
    Grüße Matth

Kommentare sind geschlossen.