Qualitäts-Content: Hand made is King

Content is King – das mag heute keiner mehr hören. Aber: die letzten Google-Updates (Panda-Update und Freshness-Update) haben gezeigt, dass man die Bedeutung von gutem und frischem Content gar nicht hoch genug einschätzen kann. Allerdings hat sich die Definition bisschen verändert. Zum Guten wie wir meinen. Was heute eine Rolle spielt und warum, das will ich hier einmal festhalten.

Selbst gemacht schmeckt's doch am besten...

Die Keyword Density ist bekanntermaßen kein Ranking Faktor mehr, das haben auch unsere Tests ergeben. Endlich keine Texte mehr, in die der Suchbegriff reingepresst wird, wo es nur geht. Allerdings musste sich Google etwas Neues überlegen, wie die Relevanz des Contents im Algoritmus abgebildet werden kann. Denn die Suchmaschine wird ja von dem Ehrgeiz angetrieben, immer genau das Ergebnis mit der besten Antwort auf die Frage eines Users zu liefern.

Der richtige Content auf die Fragen der User

Und was ist die beste Antwort? Eine Webseite, die ausreichend Informationen bietet, die andere User schon als nützlich empfanden, die möglichst aktuelle Inhalte enthält und die nicht zu offensichtlich auf Anzeigen-Abzocke aus ist. Unserer Meinung nach sind diese Faktoren zu berücksichtigen:

  1. Es sollte ausreichend informativer Text auf der Seite stehen, der natürlich das Keyword, aber auch die passenden Nebenkeywords enthält. Faustregel: „Ausreichend“ heißt etwa so viel oder mehr als bei ähnlichen Seiten aka der Konkurrenz. Auf keinen Fall sind 400-Wörter-Textwüsten voller Keywords noch zeitgemäß!
  2. Der Text sollte sich im sichtbaren Bereich befinden und nicht von Anzeigen nach unten gerückt sein. Wenn weniger als 30% der Fläche im sichtbaren Bereich vernünftiger Content ist, findet das auch der Google Robot schlecht.
  3. Der Text sollte möglichst aktuell sein. Und ja: Auch sogenannter haltbarer Content wie Glossare oder Lexika profitieren von einem Refresh – wenn sie zu den 34% Keywords gehören, deren Algorithmus durch das Freshness-Update verändert wurden.
  4. Und jetzt das Wichtigste und Schwierigste: Die Seite sollte den User zum Weiterlesen animieren und damit den Besucher ein paar Minuten auf der Seite halten. Denn die Vermutung liegt sehr nahe, dass Google die Verweildauer in den Algoritmus aufgenommen hat, ebenso wie positive Signale aus den sozialen Medien. Beides erlangt man mit einer Webseite nur durch interessanten, werthaltigen, nützlichen Content. Für den Backlinkaufbau nennen wir das auch gerne „verlinkbarer Inhalt“.

Und damit sind wir bei der Schreibkompetenz angelangt. Es geht also nicht um IRGENDEINEN Content, Hauptsache das Keyword ist drin, sondern um interessante und gut geschriebene Texte.

Heute muss man wohl  niemandem mehr vermitteln, dass man für den Begriff „Australien“ nicht gefunden wird, wenn man in Title, Überschrift und Text nur von „Down Under“ spricht. Eben dass auf einer Webseite explizit draufstehen muss, was drin ist, und dass nicht x Seiten den gleichen Inhalt haben dürfen – auch das dürfte inzwischen bei allen angekommen sein.

So sieht Qualitäts-Content aus

Dass man im Internet ebenso wie in Print professionell und clever geschriebene Texte braucht, hat sich in der Branche noch nicht überall herumgesprochen. Professionelle Texte zeichnen sich dadurch aus:

  1. Die Überschrift macht neugierig und zieht den User in den Text (und enthält nach Möglichkeit das Keyword).
  2. Der Texteinstieg beinhaltet sofort alle wichtigen Informationen (inverted pyramid style).
  3. Der Text ist in Abschnitte gegliedert und mit Zwischenüberschriften strukturiert.
  4. Die Texte sind flüssig, professionell, gut verständlich geschrieben sowie schnell und einfach lesbar.
  5. Aufzählungen machen das Lesen vieler zusammengehöriger Informationen leichter.
  6. Der Text enthält keine Schreib- oder Grammatikfehler und auch keine sachlichen Fehler. Das heißt, die Informationen sind durch stichhaltige Quellen belegbar.

Diese Punkte sind eine gute Nachricht für alle Texter und Journalisten. Deren solides Handwerk ist jetzt nämlich wieder gefragt. Allerdings: Shop-Betreiber werden dies als bad news werten, wenn sie ganz schnell ganz viel Content brauchen, weil sie 1000 Produkte auf einmal online stellen möchten. Da schießen die Kosten in exorbitante Höhen. Aber gute Texte lassen sich nunmal nicht in Indien oder China produzieren. Und auch alle Versuche, automatisierten Content herzustellen, sind bislang gescheitert. Wann immer es darum geht, User zu begeistern, kommt man heute nicht an professionellen Texten vorbei.

Wie man diese Texte schreibt, das kann man übrigens im Januar bei uns lernen. Mehr Infos…

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Elisabeth

Elisabeth ist der andere Chef der CONTENTmanufaktur GmbH. Sie verantwortet den redaktionellen Teil der Agentur.

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