Hurra! Doppelter Content kann jetzt zweifelsfrei gekennzeichnet werden

Bislang waren Syndication von Content oder andere völlig legitime Maßnahmen, Texte doppelt zu verwenden, immer ein Problem. In Verlagen, die ja Inhalte hin- und her schieben, war dies immer wieder eine Schwierigkeit: Einerseits wollte man gerne Beiträge mehrfach verwenden, andererseits war das gegenüber Google ein gefährliches Verhalten. Denn man musste mit irgendwelchen Tricks vermeiden, dass Google  nicht  die Quelle sondern  das Duplicat in den Index nahm. (von „Bestrafungen“ abgesehen). Nun können (und sollten) doppelte Inhalte eindeutig gekennzeichnet werden.

Das funktioniert allerdings nur innerhalb von einer Domain – aber nicht zwischen zwei Domains. Das heißt, dass uns das bei Syndication nur dann etwas helfen wird, wenn diese Domain-Mauer auch noch fällt. Für mehrfach verwendete redaktionelle Beiträge (News, die dann Produktbeschreibungen werden) oder doppelte Community-Beiträge (User können die Texte anderer „übernehmen“) ist das aber trotzdem extrem günstig.

Im Blog der Google Webmaster Central wird erklärt, wie das geht. Kurz zusammen gefasst: Im Headerbereich der kopierenden Seite muss ein „link“ mit „canonical“ eingetragen werden, der auf die Inhaltsquelle zeigen:

<link rel=“canonical“ href=“http://www.die-quell-domain.de“ />

Das zeigt dann der Suchmaschine, welchen Inhalt sie eigentlich tatsächlich in den Index nehmen soll. Das ist keine „offizielle“ Spezifikation, sondern ein „Hint“, der aber lt. Google sehr ernst genommen wird.

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (11)

  1. tekka

    Ich würde augenblicklich trotzdem niemanden erlauben, meinen Content auf seine Domain zu packen unter der Auflage, dass er das Metatag einfügt.
    Erst mal abwarten, wie die Suchmaschinen damit klar kommen und welche Inhalte wirklich indexiert werden.

  2. Peter

    Das ist die beste Meldung des Tages. Ohne Witz, das ist für uns sehr hilfreich, da bei uns Produkte (sobald sie von anderen Nutzern übernommen werden) entsprechend vielfach im Index landen. Damit wäre dieses Problem hoffentlich gelöst.

    Es gibt aber eine weitere Herausforderung: Nicht immer ist die Ursprungsseite die Google-relevanteste. Das herauszufinden wird im nächsten Schritt die große Kunst sein.

  3. tekka

    Aaah, bitte Kommentar von eben ignorieren, das Ganze funktioniert ja gar nicht domainübergreifend.

    Das kam im Beitrag auch anders rüber 🙂

  4. admin (Beitrag Autor)

    @tekka: Klar, das müssen die schon noch „üben“. Aber für viele wird das eine Entlastung sein.

    @peter: Da hast du sehr recht. Aber immerhin haben wir nun die Möglichkeit, das zu definieren und nicht nur drauf zu warten, was wohl Google als am wichtigsten definiert…

  5. admin (Beitrag Autor)

    @tekka: Right! Da habe ich mich auch ein wenig von der Begeisterung weiter tragen lassen, als Google das eigentlich will. Ich werde das oben einfach noch mal klar machen. Allerdings wäre ja schon zu hoffen, dass das auch Domainübergreifend funktioniert…

  6. tekka

    Für domainübergreifend wird es auch zukünftig nicht funktionieren soweit ich das überblicke. Hierzu einfach, wie immer, 301 nutzen….

  7. admin (Beitrag Autor)

    Ne, das geht ja nicht immer. Meine Kunden verkaufen ja auch ihren Content (z.B. Tests an Portale oder so) und verlieren dann ihren Rank, weil diese stärker sind. Ein 301 kommt dort eh nicht in Frage (sonst würden die das ja nicht kaufen) und ein „noindex“ ist meist nicht durchsetzbar. Die Quelle im Header zu verlinken, wäre genau die richtige Maßnahme.

    Ich ruf jetzt mal bei Google an und sag denen, wie die das machen sollen. Das kann doch nicht so schwer sein *grins*

    eric

  8. tekka

    🙂 wie gesagt, ist nicht dafür vorgesehen, das domainübergreifend zu machen.

  9. admin (Beitrag Autor)

    Abwarten! Gerade ist das ja in Deutsch erschienen und da steht: „Wir berücksichtigen momentan Angaben zur kanonischen URL auf Subdomains (also innerhalb einer Domain), aber nicht über verschiedene Domains hinweg.“
    Ich betone „momentan“ 😉
    Und nach meiner Telefonkonferenz grad mit Sergey und Larry sieht das gut aus… *grins*

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