Längere Snippets und bessere Suchverfeinerungen bei Google

So, jetzt müssen wir die Schulungsunterlagen umschreiben. Heute gab Google offiziell zwei Neuerungen bei der Anzeige von Suchergebnissen bekannt, die ich hier kurz vorstelle. Erstens werden lt. Google die Suchverfeinerungen am Ende der Seite lt. Google nun besser und zweitens wird bei längeren Suchanfragen der angezeigte Text länger.

Beide Änderungen konnten auf deutschsprachigen Google-Seiten nur teilweise gesichtet werden – aber ich denke, das kommt. Hier nun die Neuerungen in der Einzelwertung:

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1. Längeres Snippet bei umfangreichen Suchen

In dem Bild oben ist ein Text-Snippet von 318 Zeichen zu sehen – das gab es bis gestern nirgends. Bislang war bei etwa 150 Zeichen Schluss. Angezeigt wurde jeweils der Inhalt des Description-Metatag, wenn das Keyword darin enthalten ist.

Nun sagen die Googler, dass diese Beschränkung nicht passt, wenn man nach mehr als drei Wörtern sucht. Denn dann könnte es ja gut sein, dass diese drei Wörter einfach nicht sinnvoll in diesem Snippet verarbeitet werden können. Deshalb wird von nun an in einem solchen Fall die Zahl der Textzeilen so weit erhöht, bis es passt.

Das ist die Theorie – in der Praxis ist das noch recht schwer zu erforschen – aber es scheint, sich tatsächlich so zu verhalten. Es werden nicht mehr nur die üblichen 155 Zeichen angezeigt sondern so viele Zeilen, bis es passt. Hierbei scheinen jeweils die Keywords in einem Satz-Zusammenhang (zwischen Punkt und Komme) komplett dargestellt zu werden. Das macht die Snippets auch lesbarer.

Sehr interessant. Ich stelle das erstmal hier neutral dar – und wir werden in den nächsten Tagen darüber grübeln, wie man das für die Optimierung einer Durchklickrate nutzen kann.

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2. Genauerer Verfeinerungen am Seitenende

Auch hier geht es um eine sprachliche Verbesserung der Suchergebnisse. Die „Verwandten Suchvorgänge“ am Ende vieler Suchergebnisseiten sind ja hinlänglich bekannt und bei Googleoptimierern auch beliebt. Denn diese haben uns schon immer schöne Wortkombinationen für eine Longtail-Optimierung vorgegeben. Doch was macht Google nun? Diese „Refinements“ werden semantisch(er). Denn, so das Beispiel von Google oben, wer nach „Principles of physics“ sucht, meint vielleicht „Big Bang physics“ oder „physics special relativity“. Das kann gut sein – und nun weiß ein solcher Suchender schneller, was er eigentlich will…

Die Teilnehmer unserer Seminare machen in diesem Moment die Ohren ganz spitz – denn hier kommen dann Themen wie „Semantische Suche“ „LSO“ u.s.w. ins Spiel.

Und was soll ich sagen? Das passt sogar schon auf Deutsch ganz gut und auch mit weniger wissenschaftlichen Themen. Wer nach „Magazin“ sucht, erhält folgende Verfeinerungen angeboten:

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Klingelt es? Mehr muss ich nicht sagen, oder? Das ist definitiv ein Thema, das mir sehr gut gefällt – und zwar weil es die Situation für „Hau-Drauf“-Optimierer sehr viel komplizierter macht und einer intelligenten, journalistischen Google-Optimierung in die Hände spielt.

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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