Tipp: Neues Projekt mit neuer Domain "beschleunigen"

Wer die Kosten und das Risiko für den Kauf einer alten Domain für ein neues Projekt scheut, muss wohl einer neuen Domain einen Kick-Start besorgen. Hier heißen die Risiken „Sandbox“ und „falsches Backlinking“ auf der einen Seite – und es droht eine allzu lange Wartezeit auf der anderen Seite. Hier ein paar Tipps.

Doch zunächst kurz eine Liste der Punkte, mit der man unter Garantie eine nigelnagelneue Domain bei Google so versenkt, dass sie vermutlich  nie mehr auftaucht:

  • Innheralb kürzester Zeit extrem viele Seiten bauen,
  • diese sollten sich sehr ähneln – möglichst sogar den gleichen Content enthalten.
  • Viele ausgehende Links auf zwielichtige Linknetzwerke und andere unwichtige Webseiten,
  • und viele eingehende Links von Social Medias, Blogs und Artikelverzeichnissen machen jede verbliene Chance zunichte.
  • Und schließlich lohnt es sich, möglichst viele Texte von anderen Webseiten zu klauen und diese auf dieser Domain zu veröffentlichen. Einzige Änderung zu den Texten: hart umkämpfte Keywords wie „Poker“, „Kredite“ und vielleicht sogar „Porn“ werden massenweise eingefügt.
  • Und weil eine solche Seite „voll peinlich“ ist, verzichtet man auch auf ein Impressum, verbietet die Einlagerung der Seite in den Cache und macht auch sonst ein möglichst großes Geheimnis um die Seite.

Jede Wette, aus so einem Projekt wird niemals etwas werden denn hiermit zeigt man Google sehr deutlich, dass es gar nicht darum geht, vernünftigen Content aufzubauen, sondern mit wilden Verlinkungs-Kreuzzügen einfach mal eine Seite hoch zu pushen.

Wer mehr auf Erfolg als auf Konflikt steht, kann es mit diesen – ziemlich langweiligen – Tipps versuchen:

  • Sinnvoll ist ein steter Aufbau von Inhalten – und zwar über Wochen/Monate hinweg.
  • „Inhalt“ meint „einzigartigen Inhalt“. Also Texte und Bilder sollten eigens für die Seite erstellt werden.
  • Keine „Überoptimierung“ mit Keyword-Stuffing, seitenweitem „nofollow“ und Extrem-Linking.
  • Verlinkungen von außen sind wichtig damit Google von der Seite erfährt und auch eine Reputation erkennt – aber erstens sollten diese Links nicht massenhaft entstehen (und wenn, dann nur eine sehr kurze Zeit lang, das wäre dann ein „natürlicher Buzz“) und zweitens sollten sie gut gemischt von Blogs, Social Media und „normalen“ Webseiten kommen. Wer nur Links aufbaut, die jeder Webmaster durchschaubar selber bei Mister Wong und Digg einstellen kann, bekommt Schwierigkeiten.
  • Zu jeder Seite gehört ein Impressum – und das nicht nur, weil es eine rechtliche Impressumspflicht gibt sondern weil das Google auch schätzt.
  • Viele Betreiber einer neuen Seite klagen über die „Sandbox“ – in diese geraten neue Seiten oft ein paar Tage/Wochen nach dem Start und verschwinden nahezu komplett aus den Suchergebnissen. Um diesen Effekt zu vermeiden, kann es sich lohnen, die Domain schon vor dem eigentlichen Start mit ein wenig Content zu füllen und bei Google anzumelden. Manchmal ist dann zum richtigen Start die Sandbox-Zeit schon vorüber.

Und ganz grundsätzlich gilt: Nichts übertreiben, keine Nerven verlieren und fleisig sauberen Content aufbauen. Das dauert zwar seine Zeit – ist aber nachhaltig erfolgreich.

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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