SEO für große Webseiten

Wieder ein paar Highlights aus einem Panel der SMX in München. Einige überraschende und von Seiten des Publikums als diskussionwürdig angesehenen Aussagen finden sich bei Joachim Glaubrecht. Zuerst Jens Fauldrath, Teamleiter SEO, Deutsche Telekom AG:

  • Die Homepage ist nicht die richtige Seite für ein Handy-Modell, darüber steht darauf nichts). Es gibt Startseiten, Rubrikenseiten und Artikelseiten. Jede dieser Seiten hat verschiedene Inhalte und deshalb auch unterschiedle Arten von Keywords.
  • Jeder Nutzer hat unterschiedliche Sichten auf die Welt. Das Ordnngssystem „Katalog“ bzw. „Kategorien“ macht deshalb nur für manche Sinn. Beispiel: „Themeneiten“, die Artikellisten zu einem Tag ausgeben und über verlinkte Tags unter dem Beitrag verlinkt sind.
  • RSS-Feeds für solche Themenseiten (also ein RSS-Feed für jedes Tag) können offsite und onsite verwendet werden.

Habe leider den ersten Teil nicht gehört, Jens Fauldrath weiß also noch viel mehr  😉

Und jetzt Joachim Glaubrecht, Online-Systeme – Architektur & Forschung, G+J Electronic Media Service

  • Große Webseiten stehen gerade dort, wo Shops vor einigen Jahren standen. (Sind also noch alte, gewachsene Systeme)
  • Es ist schwer einer Redaktion zu erklären, dass es zum Thema „Mode“ genau ein Dokument im Index geben wird bzw. sollte.
  • Bei News rotiert der Content sehr schnell durch – ohne dass er für Google wirklich günstig ist.
  • Größtes Problem: Duplicate Content und zwar z.B. viele Domains, die nicht umgleitet wurden, Druckversionen der Seiten, Trackingtools, irgendwelche Parameter in URLs die etwa über RSS-Feed veröffentlich wurden (Phantomlinks).
  • Beispiel Gala: fünffacher Traffic nach einem Jahr vor allem durch Google News. (News-Box in der natürlichen Suche)
  • Je mehr Leute in einem Seitenbereich unterwegs sind, umso besser wird dieser Bereich gerankt. So könnte in manchen Fällen auch das Einkaufen von Traffic über SEM-Maßnamen das Google-Ranking beeinflussen. (mmmhhhh) Er sagt aber auch, dass das für schlecht rankende Seite nicht funktioniert.
  • Google hat verstanden, was Javascript ist und schaut nur auf Navigationselemete die auch wirklich zu sehen sind. (Beispiel klappbare Navigationen) Seite sollte mit ausgeschaltetem Javascript kontrolliert werden. (mmmhhhhh)
  • Die Abfrage „site“ bringt kein sinnvolles Ranking – es muss immer ein sinnvolles Wort (z.B. Domain-Name) stehen.
  • SEO ist planbar, günstig (gegenüber anderen Marketing-Maßnahmen), muß mit anderen Themen abgestimmt werden und ist ein Mannschaftssport.
  • Für mehrfache Verwendung von Inhalten innerhalb einer Seite kann man das Cannonical-Tag einsetzen.

Das bestätigt mich in meiner Meinung, dass „die Großen“ gerade erst aufwachen. Und wenn die dann so weit sind, dass ihre Technik funktioniert und die Inhalte nach SEO-Gesichtspunkten wirklich gefunden werden, wird die Google-Welt ganz anders aussehen. Wir wissen von vielen großen Verlagen, die gerade (noch) an der Technik und dem Thema arbeiten. Dort dauert manches manchmal länger. Aber, „die Kleinen“ werden irgendwann ihren Geschwindigkeits-Vorteil verloren haben…

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (8)

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