So klappt es mit: "Google Base"

Keine Frage: Die Nebenschauplätze der Google-Suche werden immer wichtiger. Publizisten möchten gerne nach Google News – und Händler eine möglichst gute Position in Google Base. Warum? Weil man dann sogar als kleines Licht für einen Suchbegriff wie „iPhone“ in den sichtbaren Bereich kommen kann, wie dieses Beispiel zeigt:

google-base

Also gut, erstmal: Was ist Google Base eigentlich? Das ist die recht intelligente Weiterentwicklung der vor vielen Jahren als „Froogle“ gestarteten Produktdatenbank. Händler von Produkten aller Art können hier ihre Produktdaten kostenlos einstellen und pflegen. Die Erfahrungen zeigen, dass Google Base an sich (also für User die gezielt in der Produktdatenbank suchen) zu wenig Traffic führt. Aber seit in den Standard-SERPS, also den natürlichen Suchergebnissen, bei Produktsuchen auch Google-Base-Ergebnisse angezeigt werden, ist das interessant. Denn der Google-Base-Index funktioniert natürlich anders als der „natürliche“ Index und hier kann man sich eher nach oben kämpfen und hat als Händler weniger Konkurrenz (z.B. Wikipedia und die Testmagazine) bei seinen Haupt-Keywords.

Wer packt was in Google Base?

Natürlich muss man Händler sein, um dort Produkte einstellen zu können. Oder? Ich denke, es sollte sich um den Verkauf von Produkten handeln – natürlich können auch Software-Entwickler mit ihrem Code hier anmelden oder Dienstleister. Die Frage ist allerdings, ob es sich lohnt. Denn, wie gesagt: Die User kommen nur, wenn die Base-Ergebnisse in der natürlichen Suche eingeblendet werden. Und diese Einblendung erfolgt momentan ausschließlich bei sehr konkreten Produktsuchen wie „iPhone“ u.s.w… Immobilien und Reisen dürften davon auch profitieren.

Hineinkommen ist – relativ – einfach:

Wer einen einfachen Artikel (oder vielleich zehn oder 15 Artikel) einstellen will, macht das über das Formular. Fertig.

Wer viele Produkte hat (und dann macht das m.E. erst Sinn) regelt das zunächst über eine Excel-Tabelle im Bulk-Upload. Permanente Änderungen und echt viele Produkte werden dann am besten per FTP-Upload automatisch hoch geladen. Für all dies benötigt man natürlich eine Google-Account. Klar.

Die Spezfikationen (also, wie die Tabellen aussehen sollen) entnehmt ihr bitte der ziemlich ausfühlichen Google-Base-Hilfe.

Aber was muss ich beachten, um eine gute Position zu bekommen?

Die Optimierung von Produkten in Google Base ist natürlich anders als im normalen Index. Hier sollte man z.B. keine Paranoia zu Duplicate Content entwickeln – sondern möglichst viele Informationen aus den Standard-Produktinformationen so rauslegen, wie sie halt vorhanden sind. Hier eine kleine Liste der hilfreichen Faktoren:

  • Alle Spezifikationen sauber einhalten (Deutsch, alle URLs auf die Artikelseiten  nicht auf die Home, keine Umleitungen, korrekte URL u.s.w.)
  • Bilder-URLs mit angeben. (Aber bitte nur, wenn diese nicht in einem für Robots gesperrten Verzeichnis liegen!)
  • Preise auf Google Base und der eigenen Produktseite müssen absolut identisch sein. Das Datum der Seite selbstverständlich auch (falls es angegeben ist)
  • Möglichst viele Zusatzinfos spezifikations-konform angben. Diese möglichst mit Nebenkeywords „strukturieren“
  • Die Keywords gehören in den Titel und die Beschreibung der Artikel. Aber auch hier gilt: Nicht übertreiben!
  • Möglichst häufiger Uplaod (am besten jeden Tag neu, mindestens aber drei mal pro Woche und am besten automatisiert)
  • Die Produkte und Artikel möglichst möglichst mainstreamig „attribuieren“ – also mit den Haupt-Attributen der Liste.
  • Offensichtlich kommen Shops mit vielen Artikeln besser weg als Shops mit wenig Artikeln. Deshalb (und auch wegen der Keyswords) lohnt es sich, für jede Produktvariaten einen eigenen Artikel einzugeben. Allerdings sollte dieser dann auch eine eigene Entsprechung auf der eigenen Seite haben.
  • Zu guter Letzt: Durchhalten! Es scheint ein wichtiger Faktor zu sein, dass der Datenstrom konstant ist und auch die Produkte nicht allzusehr schwanken.

Da die Tabelle erst genehmigt werden muss, lohnt es sich zumindest zum Start mit einer der Beispiel-Tabellen zu arbeiten, dies (jetzt mal ganz praktisch) würde ich regelmäßig manuell hoch laden. Und dann nach einigen Wochen gehört da ein automatischer Prozess hin, damit die Kontinuität gewahrt wird!

Viel Erfolg!

Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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