The SEO-Return of the Anchor (zu Strukturierung von Webseiten)

anchor-tagEinige Jahre lang war der gute alte Anker im HTML irgendwie aus der Mode, wir hatten den Nutzen vergessen. Jetzt wird es höchste Zeit, wieder fleißig damit zu arbeiten. Und das nicht, weil der Hashtag bei Twitter eine neue Funktion erhalten hat. Sondern weil Google diesen als …äh… Zwischenlink sehr gerne mag.

Gemeint sind strukturierende Links innerhalb von HTML-Seiten an denen ein neuer Abschnitt startet. Für die jüngeren unter den Lesern: Man kann mit dem Link <a href=“#anker“>text</a> auf einen anderen Teil einer Seite verweisen, wenn dort „<a name=“Anker“>Anker</a>“ steht. Meist kommt der Name des Ankers in Verbindung mit einem <h2>-Tag (oder ähnlich) in Verbindung vor. (mehr bei Sellfhtml)

anker-googleSo werden z.B. bei Wikipedia große Seiten strukturiert und ganz oben eine Inhaltszusammenfassung zum direkten Hinspringen generiert.

Was geht uns das aber als Google-Optimierer an? Ganz einfach: Google nutzt diese „Anchors“ nun für eine weitere Strukturierung und Erweiterung der Suchergebnisse. Wer sich z.B. für „Gödelscher Vollständigkeitssatz“ bei Google interessiert, erhält folgendes Suchergebniss – mit ein paar neuen Links:

anchor-seo-1

Die Links zeigen auf den jeweiligen Bereich auf der Wikipedia-Seite. Aber das funktioniert nicht nur bei Wikipedia. Wer nach „good cholesterol level“ findet das:

anchor-google-springen

Also los: optimiert eure Seite!

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass nun Seiten mit internen Anchors im Vorteil sind. Denn erstens ist es natürlich immer besser mit zwei als mit einem Link von Google verlinkt zu werden. Allein die Aufmerksamkeit von meinem Snippet bei Google steigt durch diesen Zusatz-Link.

Aber – zweitens – darf man wohl sehr sicher damit rechnen, dass Google das Verwenden solcher Strukturierungsmaßnahmen, die ja schließlich auch die Usability verbessern, auch mit leichten Verbesserungen in der Ranking-Note belohnt. Ich kann das nun wirklich nicht aus Erfahrung sagen da das sehr neu ist. Aber ich würde darauf wetten. Zumal Google ja zunehmend „klassische“ HTML-Funktionen lieben lernt und die Verwendung von solchen Tags meist auch ein bischen belohnt.

Unsere Empfehlung: Zusätzliche Anforderung an Inhalts-Seiten:

Stukturiert also eure Seiten nicht nur – wie wir ohnehin schon empfehlen – mit Zwischenüberschriften (etwa mit <h3>). Sondern packt da auch gleich einen Anchor hinzu. Der kann z.B. so aussehen:

<h3><a name=“Anker“>Anker</a></h3>

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (4)

  1. Markus

    Ist ja witzig, gerade gestern habe ich mich mit dem Thema „Anker“ beschäftigt und mir Gedanken gemacht inwieweit sich evtl. die Linktexte auswirken.

    Sinnvoll verwendet (langes Dokument, kleine Inhaltsübersicht oben) absolut empfehlenswert.

    Google hat es auch sinnvoll eingesetzt, die Seite steht auch nur mit „Cholesterol Level“ auf Platz 1, steht noch good oder bad vornedran wird zusätzlich der Ankerlink angeboten.
    Zumindest in dem Beispiel hat der Name des Ankers keine Auswirkung.

  2. Pingback: Anchor-Links in Wordpress einbauen | Content | Seo Book

  3. Axel Becker

    Hallo.

    Anker

    Der zusätzliche a-Tag ist hier überflüssig. Alle Elemente, denen eine ID zugedacht wurde, können via href=#ID angesprungen werden:

    BlaBlubb

    Tschöken soweit.

  4. Pingback: Table of Contents – WordPress Plugin für automatisierte Inhaltsverzeichnisse » bohncore

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