Unterseiten ohne Google-Traffic finden

Manchmal ist es ja klug, nicht nur dorthin zu schauen, wo etwas ist – sondern auch dahin, wo eben nichts ist. Das ist übrigens keine Weisheit von Meister Seo sondern pure Statistik. Deshalb wollen wir uns mal die Unterseiten bei uns anschauen, die KEINEN Google-Traffic haben.

Doch kurz die Gründe, die uns antreiben, dies zu tun:

  • Wenn ich ganze Seitenbereiche finde, die gar nicht bei Google gefunden werden, dann habe ich dort möglicherweise technische Probleme.
  • Ich kann überprüfen, ob das tatsächlich die Seiten sind, die ich z.B. per robots.txt nicht im Index haben möchte.
  • Wenn ich dort gut finanzierbare (und evtl. auch optimierte) Seiten finde, sollte ich sehr schnell agieren.
  • Wenn dies z.B. grundsätzlich alte Seiten sind, die zwar noch Relevanz aber keinen Traffic von Google haben, stimmt die Durchblutung meiner ganzen Seite nicht und auch das wird sofort zu einer Aktion führen.

Noch eine Bemerkung vorab: Ich finde in Google Analytics hierüber natürlich nur die Seiten, die keinen Google-Traffic ab bekommen aber trotzdem anderen Traffic haben. Denn nur dann werden sie von Analytics ja überhaupt gesehen. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich empfehle, es bei diesem Report auf einer monatlichen Auswahl zu belassen und nicht nur z.B. einen Tag zu analysieren. Denn das ist dann eher eine zufällige Auswahl.

Also, los geht’s:

Erstens rufen wir „Content / Alle Seiten“ auf (Roter Pfeil). Hier bekommen wir dann alle Seiten, die wir bei Analytics finden können.

Aktualisierung: Wenn ihr nicht so arg viele Seiten und eine gute Title-Struktur habt, dann wählt lieber „Content nach Titel“. Denn unter „Alle Seiten“ sortiert Analytics nach den URL-Ordnern und mit „Content nach Titel“ bekommt ihr wirklich alle Seiten in eine Reihe – egal, wie die URL aussieht….

Danach klicken wir ganz rechts auf „Pivot Tabelle“ (grüner Pfeil). Wir erhalten eine Darstellung, die uns pro Seite eine Auswahl von möglichen Werten in den Spalten zeigt.

Hier klicken wir zwei mal auf „Seitenzugriffe“ unter Google. Mit dem ersten Mal sortieren wir die Tabelle absteigend (also haben die Seiten mit dem größten Google-Traffic vor uns) und danach aufsteigend:

Hierdurch bin ich z.B. auf einen Fehler der auf dieser Seite eingebauten Bildergalerie aufmerksam geworden und konnte meine Bilder besser in der Universal Search integrieren.

Bei größeren, redaktionellen Seiten ist die Arbeit mit diesem Report echt nicht sehr unterhaltsam, weil da Analytics ganz schön lahm wird. Und, vor allem, weil man sich erst durch viele, viele Unterseiten klicken muss, um ein Muster zu erkennen. Einen Download der Tabelle nach Excel habe ich hier schmerzhaft vermisst. Aber leider lassen sich immer nur die in der Tabelle angezeigten Werte exportieren – und das sind maximal 500. Bei Seiten mit knapp 40.000 Seiten in Analyics macht das keinen Sinn…

Trotzdem, bei einem Kunden habe ich dadurch ein kleines techisches Problem entdeckt, das wir schnell lösen und damit die seo-freien Seiten „befreien“ können.

Die Lösung basiert übrigens auf einem Artikel bei SEOmoz am Freitag. Ich hatte in den vergangenen Tagen sehr kompliziert über Filter u.s.w. versucht, an diese Daten zu kommen und habe mich wie ein kleines Kind gefreut, als ich diese supersimple Lösung dort fand!

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Eric Kubitz

Eric Kubitz ist einer der Chefs der CONTENTmanufaktur GmbH . Außerdem ist er Redner auf Konferenzen, Dozent bei Hochschulen, schreibt über SEO (und über andere Dinge) und ist der Chefredakteur des SEO-Book.

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Kommentare (18)

  1. Michael

    Super Beitrag, sehr hilfreich. Und mit dem Speed hast du Recht, der leidet bei zu vielen seiten.

  2. fastblogger

    Interessanter Ansatz. Empfehlenswert sind auch immer die Google Webmastertools.

  3. Mario

    Toller Beitrag. Den Denkansatz find ich super. Das werde ich demnächst in meinem Account mal ausprobieren. Danke für den Hinweis.

  4. Pingback: Google Analytics: Google-Referrer immer im Blick | Web-Analyse | Seo Book

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  7. Andersreisender

    Interessanter Ansatz, habe das ganze gleich mal ausprobiert und nun lange Listen die ich durchackern muss. Danke für den Tipp 🙂

  8. Andersreisender

    Nun habe ich allerdings noch einen Gedanken zu diesem Thema: Bei den Seiten werden leider auch die ganzen „Preview“-Seiten und Tags angegeben. Vor allem bei den Previews gibt es viele Seiten, die – klarerweise – nur einmal aufgerufen wurden. Da muss man sich dann erst durch jede Menge „Schrott“ durcharbeiten, bis man zu den interessanten Seiten kommt. Außerdem werden bei mir nur seiten angezeigt, die mindestens einen Zugriff hatten – also „0“ gibt es in diesem Fall bei mir nicht.

    Habe ich da etwas falsch gemacht? Oder ist das bei Euch auch so?

  9. Eric Kubitz (Beitrag Autor)

    Jepp, das ist leider so:
    – die Preview könntest du durch die Templates weg lassen. Aber das ist tricky und ich befürchte, da ist es einfacher, durch den Schrott zu wühlen.
    – Und Analytics kennt halt nur Seiten, die einmal aufgerufen wurden. Deshalb kann es „0“ Seitenaufrufe nicht geben.

    Hol dir die Daten am besten als Excel-Datei runter (vorher auf 500 Ergebnisse schalten) und arbeite damit. Da kannst du dann Auto-Filter einstellen und ein bisschen rechnen.

    Mich interessieren z.B. auch die Seiten, die NUR Google-Referrer (also Gesamtzahl minus Google-Referrer = 0). Oder halt die von Facebook oder sonstwo…

    Aber, wie gesagt: Da ist ’ne Menge Schrott drin und es gibt keine Seiten die gar nicht abgerufen wurden.

    eric

  10. Mario

    Toller Artikel. Von der Sichtweise habe ich das bis jetzt noch gar nicht gesehen.
    Aus diesem Artikel kann ich viel in die Praxis umsetzen.

  11. Chris

    Ich habe gerade in meinem Analytics Account nachgesehen und bin dabei auf Interessante Dinge gestossen.

    Danke für den tollen Hinweis.

  12. Birgit

    Sehr interessanter Artikel. Man lernt nie aus im Leben. Vielen Dank für die nützlichen Hinweise bzw. Tipps. Diese neuen Denkansätze werden mir sicher in Zukunft helfen.

  13. Thomas

    Klasse Beitrag, man muss sagen für viele kleine SEO´s kann GA eigentlich fast schon zuviel. Trotzdem stelle ich fest, dass die GA Zahlen sehr oft von anderen Tools abweichen. Wie ist euer Eindruck?

  14. Eric Kubitz (Beitrag Autor)

    @thomas: genau genommen, weicht jedes Tool von den anderen ab. Ich empfehle deshalb immer, nur eines zu verwenden und mehr auf die Dynamik (also die Veränderung) als auf die absoluten Zahlen zu achten. Das macht das Leben dann einfacher 😉
    eric

  15. Fabian

    Hallo Eric, toller Beitrag.

    Kurzer Tip: Wenn Du in der URL der jeweiligen Analytics Seite,
    die auf eine Zahl endet xxx301 den Parameter „&limit=30000“ anhaengst,

    also xxx301&limit=30000

    und per Eingabe bestaetigst, kannst Du anschliessend im reinen CSV Export (nicht CSV fuer Excel) 30.000 Datensaetze auf einen Schlag extrahieren – spart eine Menge Zeit und macht die Analyse wesentlich angenehmer 🙂

    Viele Gruesse
    Fabian

  16. Viktor Dite

    Dankeschön! Hab mir auf diese Weise jetzt ein paar Seiten rausgesucht, die zwar direkt oft aufgerufen werden, aber bei Google so gut wie gar keine Treffer haben! Jetzt weiß ich dank dieses Beitrags, welche anscheinend interessante Inhalte ich für Google noch besser optimieren muss! Danke!

  17. mc donalds gutscheine

    Dankeschön! Hab mir auf diese Weise jetzt ein paar Seiten rausgesucht, die zwar direkt oft aufgerufen werden, aber bei Google so gut wie gar keine Treffer haben! Jetzt weiß ich dank dieses Beitrags, welche anscheinend interessante Inhalte ich für Google noch besser optimieren muss! Danke!

  18. mc donalds gutscheine

    Jepp, das ist leider so: – die Preview könntest du durch die Templates weg lassen. Aber das ist tricky und ich befürchte, da ist es einfacher, durch den Schrott zu wühlen. – Und Analytics kennt halt nur Seiten, die einmal aufgerufen wurden. Deshalb kann es „0“ Seitenaufrufe nicht geben.Hol dir die Daten am besten als Excel-Datei runter (vorher auf 500 Ergebnisse schalten) und arbeite damit. Da kannst du dann Auto-Filter einstellen und ein bisschen rechnen.Mich interessieren z.B. auch die Seiten, die NUR Google-Referrer (also Gesamtzahl minus Google-Referrer = 0). Oder halt die von Facebook oder sonstwo…Aber, wie gesagt: Da ist ’ne Menge Schrott drin und es gibt keine Seiten die gar nicht abgerufen wurden.eric

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