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OMX 2022: Das Winning Social Creative von Jason Modemann

Der 17.11.2022, meine erste OMX – ehrlich, ich wusste, dass es gut werden würde, aber auch einen Monat später bin ich immer noch geflasht von den vielen qualitativ hochwertigen Beiträgen. Unter anderem hat Jason Modemann von Mawave mit seinem Vortrag „Das Winnig Social Creative“ bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und diese Insights teile ich natürlich gerne mit euch.

AD Optimierung & KPIs in der Vergangenheit

Alle, die schon ein bisschen länger im Geschäft sind, kennen das: früher hatte man alle möglichen Einstellungsmöglichkeiten, was die Ausspielung von Ads angeht. Der Trend geht schon länger in Richtung Automatisierung – was meiner Meinung nach Fluch und Segen zugleich ist. Während wir uns früher eher um Zielgruppen, Platzierungen und Funnel Strukturen gekümmert haben, fokussieren wir uns mittlerweile auf die Creative Optimierung. Denn das ist heute ausschlaggebend für die Performance.

Auch die KPIs entwickeln sich mit diesem Trend. Haben wir vor Kurzem noch ROAS, CPA und Conversion Rate als heilige Grahle angesehen, sind es nun:

  • CPC
  • CTR
  • SSR

Und das macht auch durchaus Sinn, denn diese zielen auf das Creative ab.

Bild- vs. Video-Ad im Social-Advertising Bereich

Im Bereich des Social Advertisings haben wir die Möglichkeiten, Bilder oder Videos zu bewerben. Während Bilder deutlich günstiger in der Ausspielung sind als Videos, überzeugen Videos mit einer fast 100%ig höheren Klickrate als Bilder. Auch was Conversions angeht, haben Videos die Nase vorne.

Aber Video ist nicht gleich Video und die Erfahrung zeigt hier ganz klar, dass das Winning Creative Format User Generated Content ist. Dieses Format begegnet uns immer häufiger und das, obwohl es im Vergleich zu Corporate Creatives teurer in der Ausspielung ist. Wenn wir hundert Euro in die Hand nehmen und beide Creatives exakt gleich bewerben, haben wir lt. Jason Modemann folgende Ergebnisse:

CORPORATE CREATIVEUGC
Impressionen14.205 (CPM: 7,04)12987 (CPM: 7,70)
Klicks72 (CPC: 1,39)109 (CPC: 0,92)
Verkäufe2,3 (CPO: 42,71)4 (CPO: 25,20)

User Generated Video – was ist das überhaupt?

Wie der Name User Generated schon sagt, sind das Videos, die von Nutzern selbst aufgenommen werden. Das heißt eben nicht vom Unternehmen in einem starren Studio, sondern bei dem betreffenden Nutzer zu Hause oder in seiner näheren Umgebung. Und dieses Format kommt vor allem bei den Millennials und der Gen Z sehr gut an, da es authentischer und nicht so steril wie Corporate Videos ist.

Wie ist ein UGC Video aufgebaut?

UGC Videos lassen sich in drei Teile unterteilen:

  • Hook, diese sorgt für Aufmerksamkeit für das Produkt, welches man bewerben möchte (zugehörende KPI: SSR)
  • Argumentation, diese teilt mit warum das beworbene Produkt gut ist (zugehörende KPI: CTR)
  • Call to Action, den Nutzer zum Handeln aufrufen (zugehörende KPI: Conversion Rate)

Pro Tips von Jason Modemann im Bezug auf das perfekte UGC Video:

  • Nutzt Untertitel! Damit auch User, die gerade ohne Ton am Surfen sind, mitbekommen worum es geht.
  • Bevorzugt Voice Overs im Vergleich zu Face to Cam.
  • Haltet die Videos so kurz wie möglich, aber so lange wie nötig.

Du hast deine UGC Videos, aber wie testest Du sie jetzt?

Auch das ist keine Rocket Science, wichtig beim Testen ist, dass du immer nur eine Sache an den Videos veränderst. Das heißt beim sogenannten Template Testing z. B. dass sich nur die Hook verändert. Hier kann man experimentieren mit Geheimnissen, Schreien, verschiedenen Looks, Eye-Catchern oder mit der Stimmung. Dabei geht es darum, was die qualitative Aufmerksamkeit des Users am besten auf sich zieht.

Beim Angle Testing veränderst du nur den Blickwinkel auf das Produkt, konkrete Beispiele hierzu wären Fokus auf die Ästhetik, Rezensionen, Langlebigkeit, Preis etc.. Wenn du den Angle testest, möchtest du herausfinden, welche übergeordnete Hauptaussage für das Produkt am besten funktioniert.

Das Format Testing stellt verschiedene Formate gegeneinander, UGC Pitch, Produkt Video, UGC Voice Over oder statisches Creative. Hierbei möchte man vor allem herausfinden, welches Format die beste Kommunikation für das beworbene Produkt liefert.

Und wozu das ganze Testen von UGC-Videos?

Da wir Performance getrieben handeln und denken, möchten wir natürlich wissen, welche Kombinationen unserer UGC Videos das meiste für unsere Kunden herausholt. Mittels iterativem Testen der verschiedenen Creatives können wir genau das herausfinden und so unsere Visuals langfristig optimieren. Das generiert uns dann eine höhere CTR und eine niedrigere CPO! Und seien wir mal ehrlich, genau das möchten wir doch alle!

Wer wagt gewinnt!

Jason Modemann hat in seinem Vortrag bei der OMX 2022 eine klare Strategie geliefert, wie man zukünftig am besten an das Thema UGC rangeht und nicht nur das – seine mitgebrachten Zahlen und Beispiel-Ads aus dem wahren Leben da draußen haben einmal mehr gezeigt, warum man unbedingt auf den UGC-Zug aufspringen sollte!

„Winning Social Creative“ beinhaltet nicht umsonst kreativ. Klar, man muss das Rad nicht immer neu erfinden, um gute Creatives zu erschaffen, aber Du solltest dennoch nicht festgefahren immer alles nach Schema F abarbeiten. Trau Dich was! Hab‘ Mut zu experimentieren – das gilt heute mehr denn je.

Und jetzt los, Deine Creatives warten darauf erstellt und getestet zu werden!

Autor

Karen programmierte ihre erste Website im zarten Alter von 14 Jahren, damals nur mithilfe von HTML und CSS und ja, damals hatte man mit Meta-Keywords noch sehr gute Chancen, auf Google zu ranken. Das Thema Online Marketing ist für sie seither eine Leidenschaft, der sie auch in der Freizeit nachgeht. 2022 wechselte sie zur Agentur Bits & Passion und ergänzt das Team in den Sparten SEO, SEA, UX und Website-Bau.

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